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Blutspender helfen Leukämiekranken

WERNE Blutspenden retten Leben. Dieses Motto ist bekannt. Dass man aber mit seinem Lebenssaft auch Leukämiekranken helfen kann, ist vielen noch nicht richtig bewusst. Das Deutsche Rote Kreuz startet dazu eine neue Aktion in Werne. Wie die aussieht, erklärte Bürgermeister Rainer Tappe Dienstag vor der Presse.

von Von Rudolf Zicke

, 19.02.2008

„Blutspender helfen Leukämiekranken“ – unter diesem Motto steht eine Aktion des Roten Kreuzes, bei der es nicht nur um die übliche Blutspende geht. Am Freitag, 29. Februar, können sich in der Realschule erstmals in der Lippestadt Menschen auch typisieren und in der Knochenmarkspenderdatei registrieren lassen.

Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen

Bürgermeister Rainer Tappe als Schirmherr, Rotkreuz-Leiter Albert Beyer sowie Heidi Deppe und Hans-Joachim Schindler vom Blutspendedienst Hagen warben gestern für die Aktion. Leukämie oder Blutkrebs führe unweigerlich zum Tode, wenn kein passender Knochenmark- bzw. Blutstammzellenspender gefunden werde, erklärte Hans-Joachim Schindler. Dabei gleiche die Spendersuche oft der Suche nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen.

Denn während es nur vier Blutgruppen gebe, seien bei den Stammzellen 50 Millionen Kombinationen möglich. Daher erscheine selbst die Zahl von bisher sechs Millionen registrierten Spendern in Deutschland nur auf den ersten Blick relativ hoch. Hoffnung für Leukämiekranke sei indes die Tatsache, dass die Registrierung weltweit erfolge, also beispielsweise ein Deutscher eine passende Spende aus Amerika erhalten könne. Hemmungen oder Ängste vor dem „Eingriff“ zur Typisierung müssen die Spender auf keinen Fall haben, versicherte Schindler: „Es wird bei der normalen Blutspende nur ein Röhrchen Blut mehr abgenommen.“ Anschließend würden im Labor die Gewebemerkmale bestimmt und die Daten registriert.

Vollnarkose nicht mehr nötig

Wenn dann tatsächlich einmal eine Spende benötigt wird, dann wird nicht wie früher unter Vollnarkose Knochenmark aus dem Beckenbereich entnommen. „Heute geschieht dies ganz einfach in Form einer etwas längeren Blutspende“, sagt Schindler. Im Übrigen, ergänzte Heidi Deppe, sei niemand nach der Registrierung zu einer Stammzellenspende verpflichtet. Am 29. Februar in der Realschule sind sowohl die normale Blutspende als auch die Kombination aus Blutspende und Typisierung als auch nur die Typisierung möglich. 

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