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"Bus-Guides" gegen Chaos

WERNE Die Klagen von Eltern über "unzumutbare" oder sogar "lebensgefährliche" Zustände in Schulbussen zeigen Wirkung. "Bus-Guides" sollen künftig für eine Verbesserung der Situation sorgen.

von Von Rudi Zicke

, 18.02.2008
"Bus-Guides" gegen Chaos

Schulbus-Dramatik am Anne-Frank- und Christophorus-Gymnasium.

Das ist ein Ergebnis eines Gipfelgesprächs von VKU, Stadt und den beiden Werner Gymnasien "Tenor des Treffens war", berichtete Schulfachbereichsleiterin Kordula Mertens (Foto). Sie stellte aber auch klar, "dass die Busse zwar oft voll, aber nie überfüllt sind. Lebensgefahr bestand oder besteht sicher nicht".

Nur Einzelfälle

Das unterstrich gestern auch der Leiter des Anne-Frank-Gymnasium, Lambert Stecher. Beobachtungen der Schule hätten wie die Zählungen der VKU gezeigt, dass es sich bei den Problemen in der Vergangenheit wohl nur um Einzelfälle gehandelt habe. Aber, und das scheint unbestritten, vor und in den Fahrzeugen herrscht doch relativ häufig ein ziemliches Chaos.

Das entstehe meist dadurch, dass Schüler nicht nach hinten in das Heck des Busses durchgehen wollten, so Mertens und Stecher übereinstimmend. Rucksäcke und Tornister würden den der Eindruck noch verstärken, die Fahrzeuge seien überfüllt.

Der Sache nachgehen

Im Einzelfall passiere es dann auch tatsächlich schon einmal, dass ein Fahrer Schüler stehen lasse. In solchen Fällen, darum habe in dem Gespräch die Leiterin des VKU-Fahrdienstes, Corinna Ebbighausen gebten, sollten sich Eltern, Schulen und/oder Stadt bei ihr melden: Sie gehe der Sache sofort auf den Grund.

Damit es jedoch gar nicht erst so weit kommt, wollen die beiden Gymnasien "Bus-Guides" abstellen, sagten Lambert Stecher und sein Kollege vom St.-Christophorus-Gymnasium, Dr. Jörgen Vogel, zu. Dies soll in Absprache mit den Schulgremien möglichst bald geschehen; die Ausbildung, die die Schulen gemeinsam mit der VKU durchführen wollen, soll im nächsten Schuljahr anlaufen.

Ältere Schüler passen auf

Die "Bus-Guides" sind ältere Schüler, die auf ihre Mitschüler sollen; sie sollen zum Beispiel dafür sorgen, dass die Schüler im Bus aufrücken, keine Hektik und kein Chaos entstehen. "Solche Schulbusbegleiter gibt es schon seit längerer Zeit in Unna, Kamen und Lünen", erklärte Frank Severin, bei der VKU für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. In diesen Städten habe man sehr gute Erfahrungen gemacht.

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