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K-Frage: SPD wartet auf Tappes "Ja"

WERNE Wenn`s nach der heimischen SPD ginge, dann wäre die K(andidaten-)Frage für die Kommunal- und Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr bereits entschieden. Die Genossen setzten auf Rainer Tappe. Doch was sagen die übrigen Ratsfraktionen dazu?

von Von Rudolf Zicke

, 07.02.2008

"Wir sind uns einig: Rainer Tappe soll wieder kandidieren", erklärte der Noch-SPD-Stadtverbandsvorsitzende und designierte Vorsitzende des neuen SPD-Ortsvereins Werne an der Lippe, Klaus Zander. Nach internen Gesprächen stehe für die Sozialdemokraten außer Zweifeln, dass der Amtsinhaber Erster Bürger der Stadt bleiben solle. Tappe habe bei seiner Amtsführung ein glückliches Händchen bewiesen.

Das für Zander und seine Parteifreunde Bedauerliche: Rainer Tappe hat sich noch nicht entschieden. "Wir warten sehnsüchtig darauf, dass er 'Ja' sagt", so Klaus Zander. Tappe aber möchte sich momentan tatsächlich nicht festlegen: "Mal sehen, wie sich die nächste Zeit so entwickelt." Dabei mangelt es Rainer Tappe keineswegs an Selbstbewusstsein: "Ich bin überzeugt, eine erfolgreiche Arbeit zu leisten." Er bilde mit den Beigeordneten Lothar Christ und Monika Schlüter ein "Super-Team" an der Verwaltungsspitze. Er glaube, bei einer erneuten Kandidatur sehr gute Chancen zu besitzen, vom Bürger im Amt bestätigt zu werden.

Sollte sich Rainer Tappe um eine zweite Amtsperiode bewerben, stünde nicht nur die eigene Partei hinter ihm. "Wenn er kandidiert, werden wir ihn unterstützen", erklärte UWW-Chef Burkhard Jankowski . Tappe mache einen guten Job, er komme mit seiner Art gut an. Einen eigenen Bewerber wolle die UWW nicht aufstellen.

Die CDU werde selbstverständlich einen Gegenkandidaten zu Tappe nominieren, sagte gestern Parteichef Willi Jasperneite . Er sei sicher, dass diese Person aus den eigenen Reihen komme. Im Laufe dieses Jahres woll die Union Klarheit schaffen, um ihn/sie dann bis zur Wahl 2009 aufzubauen. "Herr Tappe ist zwar ein nettter Mensch, aus Sicht der CDU hätte Werne aber einen besseren Bürgermeister verdient", meint Jasperneite.

 

Auch wenn in vielen Städten die Diskussionen bereits entbrannt seien - für die Werner FDP gebe es überhaupt keinen vernünftigen Grund, sich schon jetzt Gedanken über Kandidaten zu machen, erklärte Fraktionschef Christoph Dammermann, der sich einer Meinung mit Parteichef Jörg Meißner weiß. "Wir werden zu gegebener Zeit entscheiden."

Die Zusammenarbeit mit Tappe klappe im Großen und Ganzen recht gut, blickt Reiner Wald (Grüne) auf die vergangenen drei Jahre zurück; dennoch gehe er davon aus, dass die Grünen einen eigenen Kandidaten benennen - allein deshalb, um bei Diskussionsrunden der Kandidaten vor der Wahl die Positionen der Grünen öffentlich darstellen zu können. Er hoffe, dass Benedikt Striepens sich erneut um das Amt bewerbe. "Ich könnte mir das schon vorstellen", sagte Striepens selbst dazu; konkret darüber gesprochen habe man in der Partei indes noch nicht.

    

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