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Kinderpornos auf dem PC

WERNE/LÜNEN Wegen Besitzes kinderpornografischer Fotos und Filme verurteilte das Amtsgericht einen 42-jährigen Werner zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, ausgesetzt für zwei Jahre auf Bewährung. Außerdem muss der zweifache Familienvater 2500 Euro Strafe zahlen.

von Von Heinz Greve

, 26.02.2008
Kinderpornos auf dem PC

Die Hauptverhandlung wurde vertagt.

Von Anfang des Jahres bis März 2007 hatte der Angeklagte 662 Videos, 21 701 Bilder und 70 Texte auf seinem PC heruntergeladen und gespeichert. Auf einem Laptop fand die Polizei weitere 251 Videos. Die Dateien hatte sich der Angeklagte über eine Internet-Tauschbörse besorgt.

42-Jähriger legte ein Gestädnis ab

Der 42-Jährige, der bisher strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten war, legte ein Geständnis ab. Ursprünglich war er auch der Verbreitung von Kinderpornographie angeklagt. 14 Filme sind so über die Tauschbörse weiterverbreitet worden.

Der Angeklagte erklärt, er habe die Einstellungen an seinem PC so gewählt, dass eigentlich niemand von außen auf seine Dateien hätte zugreifen könne. Das Gericht stellte diesen Punkt nach Paragraph 154 a der Strafprozessordnung ein und legte den Schwerpunkt der Strafverfolgung auf das Konsumieren von kinderpornografischen Inhalten.

User sind nicht therapierbar

„Ohne die User gäbe es keine Produzenten. Deshalb seien die User hart zu bestrafen“, erklärte der Staatsanawalt. „User sind nicht therapierbar, weil es sich nicht um eine Krankheit im medizinischen Sinne handelt“, so die Staatsanwaltschaft. Die Strafe solle dazu beitragen, diese Veranlagung zu unterdrücken und sie nicht auszuleben.

Er forderte acht Monate Haft, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden sollten und eine Geldstrafe von 3000 Euro. Der Verteidiger erklärte, dass eine Strafe erforderlich sei. Sein Mandant sei nachhaltig beeindruckt, vor allem auch durch das  Geständnis gegenüber seiner Ehefrau. Der Verteidiger plädierte auf vier Monate Haftstrafe, ausgesetzt zur Bewährung.

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