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Miss und Mister Seniorenheim

WERNE Schönheit und Jugendlichkeit - diese Eigenschaften sollten die Teilnehemer einer Misswahl eigentlich mitbringen. Doch bei der Wahl im Seniorenwohnstift „Am Solebad“ zählten dann doch eher die "inneren Werte".

von Von Irene Steiner

, 21.02.2008

Die Geschichte von den Runkelrübenblättern, die Klein-Rosi als Spinat aus dem Garten holte: Damit legte Rosemarie Kuhr den Grundstein für ihre Wahl zur ersten „Miss Seniora“, die am Mittwoch im Seniorenwohnstift „Am Solebad“ gekürt wurde. „Mister Senior“ wurde Hartmut Behr und damit wurde nicht nur ein Gast aus dem Haus Christine gewählt, sondern auch der Mann, der zu jedem Schlagertitel auf Anhieb den Interpreten wusste: Ein Bett im Kornfeld? „Jürgen Drews!“ Mama? „Heintje.“ Hoch auf dem gelben Wagen? Walter Scheel. Und so fort.

Balladen und Gedichte

Es war eine fidele Veranstaltung, die die Mitarbeiter des Seniorenstifts da für ihre Bewohner organisiert hatten. Und die Kandidaten zeigten sich von besten Seiten. Da war zum Beispiel Luise Zumholz. Die agile 90-Jährige schöpfte aus langjähriger Bütt-Erfahrung und brachte launig und temperamentvoll Gedichte vor, die Erkenntnisse boten wie die, wie der Starnberger See entstand. Oder die Ballade vom Kürbis Knoll und der Gurke Knill, die letztlich erst im Einmachglas zueinander fanden.

Allgemeinwissen

In einer zweiten Runde stellten die Kandidaten und Kandidatinnen – und alle anderen – ihre Allgemeinwissen unter Beweis. Welches Haus hat kein Dach? „Das Schneckenhaus!“ Mit Speck fängt man .... „Mäuse!“ „Und mit Schokolade Mäuschen“, fügte Rosemarie Kuhr hinzu und hatte einmal mehr die Lacher auf ihrer Seite. Doch auch Luise Zumholz wusste immer noch ein Gedicht und beim Liedersingen waren alle dabei.

Und dann zog sich die Jury zur Beratung zurück. Bei Bowle, Salzstangen und Knabbereien warteten alle gespannt, wer denn nun das Rennen gemacht hat. Und der kräftige Applaus war für die Jury die Bestätigung, dass sie die richtige Wahl getroffen haben. Eine handgemalte Schärpe war das sichtbare Zeichen der Ehre. Und ein kleines Geschenk gab es für alle Kandidaten. 

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