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Mit kraftvollen Songs zu "Jugend musiziert"

WERNE Ihre Offenheit ist entwaffnend. Lampenfieber? Keine Spur. „Ich bin noch nie vor einem Vorsingen in Tränen ausgebrochen“, sagt Valeria Piepenbrock und lächelt leicht. Auf diese Weise schaffte es die 19-jährige Abiturientin bis zum Landesentscheid des Wettbewerbs „Jugend musiziert“.

von Von Dennis Werner

, 17.02.2008

Sie fühlt sich gut, wenn die Auswahl ihrer Lieder gut ist. Dann hat sie keine große Angst vor der Jury. Valerias musikalischer Weg ist ungewöhnlich. Sie mag klassische Musik, hat Klavier und Blockflöte gelernt. Lange Zeit hatte sie auch klassischen Gesangsunterricht. Dort lernte sie, ihre Stimme zu kontrollieren. Doch ihr Herz gehört der Popmusik.

„Nur das,“ betont sie, „fühlt sich für mich richtig an.“ Klassischer Gesang – das wirke künstlich. „Beim Singen fehlt mir etwas. Es gibt mir nicht das Gleiche, wie beim modernen Gesang.“ Was sie meint, ist das Gefühl. Es ist in ihrer Stimme, und es ist Teil des großen Themas, das ihre Musik bewegt: die Liebe.

Liebesballaden in englischer Sprache

Wenn sie selbst Stücke komponiert, dann sind das häufig Liebesballaden – immer in englischer Sprache. Wenn sie auf diese Weise ihr Innerstes einem Publikum preis gibt, macht es ihr nichts aus. „Anfangs fiel es mir schon schwer. Aber ich bin ein offener Mensch. Außerdem steht man doch dazu, was man denkt“, sagt Valeria bestimmt.

Unterstützung erfährt Valeria durch ihre Familie. „Sie helfen mir, aber sie halten sich auch in ihrem Urteil zurück, weil sie Sorge haben, mich zu sehr zu loben“, sagt sie. Die zwei Musiklehrer ihres Gymnasiums, die ihr bei den Vorbereitungen für den Wettbewerb helfen, werden deutlicher: „Die sagen mir gezielt ‚Das war nix!‘.“ Außerdem gibt ihr die Gesangslehrerin wertvolle Anleitungen.

Landesentscheid ist am 8. März

Das Repertoire, das die Schülerin für den Landesentscheid ausgewählt hat, soll ihr Können zur Geltung bringen. Darunter sind ruhige Stücke, die die Klangfarbe ihrer Stimme betonen, und kraftvolle Songs, in die Valeria viel Druck legen kann. Im Moment probt sie sie intensiv; schließlich ist der Landesentscheid bereits am 8. März.

Parallel bereitet sie sich auf die Vorklausuren für das Abitur am Gymnasium St. Christophorus vor. Doch alles scheint ihr leicht zu fallen.

Vielleicht liegt dies an ihrem Selbstbewusstsein: „Ich weiß, die Chancen auf eine Musikkarriere stehen schlecht.“ Trotzdem hat sie die Absicht, Musik zu studieren. „Ich will mich nicht hinterher fragen: was wäre wenn?“

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