Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Neue Stelle für den Schutz von Kindern

WERNE "Es darf bei uns nicht zum GAU kommen, es darf in Werne nicht so etwas passieren wie in Bremen!" Mit diesem alarmierenden Aufruf plädierten Bürgermeister Rainer Tappe und der Erste Beigeordnete Lothar Christ für eine Aufstockung der Jugendamtspersonals um eine halbe Stelle.

von Von Rudolf Zicke

, 16.02.2008
Neue Stelle für den Schutz von Kindern

Elke Kappen, Leiterin des Jugendamtes

Christ gestand ein, der Vorstoß sei gewagt. Schließlich sei man sich natürlich bewusst, dass Stellenausweitung normalerweise in die Haushaltsplanberatungen am Jahresende gehörten: "Deshalb haben wir auch drei Mal darüber nachgedacht."

Mehr gemeldete Kindesvernachlässigungen

Warum die Einstellung eines zusätzlichen Kraft so dringend ist, erklärte Jugendamtsleiterin Elke Kappen. Demnach hat sich die Zahl der gemeldeten Kindesvernachlässigungen in Werne von 16 auf 35 verdoppelt. Das vorhandene Personal des Jugendamts sei durch die zahlreiche zusätzlichen Aufgaben unter anderem durch das neue Kinderbildungsgesetz und den Offenen Ganztag bereits mehr als ausgelastet. So sei kaum noch gewährleistet, dass man den Meldungen von Kindesvernachlässigungen in ausreichendem Maß nachgehen könne. Die Stadt wolle ein örtliches Frühwarnsystem aufbauen, um Fälle von Kindesvernachlässigung und Schlimmerem schon im Vorfeld verhindern zu können.

Frühwarnsystem geplant

Im Rahmen dieses Frühwarnsystems sei unter anderem eine Vernetzung zwischen dem Gesundheitswesen sowie der Kinder- und Jugendhilfe geplant. An der Notwendigkeit präventiver Maßnahmen zweifelte niemand unter den Politikern. Allerdings fragte Klaus-Jürgen Buse nach, ob für diese Aufgaben unbedingt die Schaffung einer neuen Stelle erforderlich oder nicht eine personelle Umsetzung innerhalb der Verwaltung möglich sei. Nein, lautete die klare Antwort, es sei kein(e) Sozialarbeiter(in) in anderen Abteilungen verfügbar.

Außerdem, das meinte Benedikt Striepens (Grüne), rechne sich die neue Stelle, die mit jährlichen Personalkosten in Höhe von 20 000 Euro zu Buche schlägt, volkswirtschaftlich. Schließlich ließen sich dadurch Kindesvernachlässigungen und Heimeinweisungen . verhindern.

Lesen Sie jetzt