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Politiker stellen Weichen für Werner Stadtwerke

WERNE Die Stadt Werne will ab Ende des Jahres 2010 die Stromversorgung ihrer Bürger in Eigenregie übernehmen. Um dieses Vorhaben verwirklichen zu können, fasste der Haupt- und Finanzausschuss am Mittwochabend einen, so Bürgermeister Werner Tappe, "richtungsweisenden Beschluss".

von Von Rudolf Zicke

, 13.02.2008
Politiker stellen Weichen für Werner Stadtwerke

Bürgermeister Werner Tappe.

Danach wird der aus dem Jahre 1990 stammende Konzessionsvertrag mit der VEW/RWE AG fristgerecht beendet; außerdem soll die Stadtverwaltung mit Hilfe eines Experten die Gründung von Stadtwerken vorbereiten.

"Die Stadt will die Verantwortung für die Stromversorgung selbst übernehmen", erklärte Erster Beigeordneter Lothar Christ. Deshalb müssten jetzt die formalen Voraussetzungen zur Beendigung des noch bis zum 30. November 2010 mit RWE laufenden Vertrages und die Stadtwerke-Gründung erfüllt werden. So stimmten die Mitglieder aller Fraktionen denn auch einmütig für den entsprechenden Beschlussvorschlag.

Verschiedene Fordem denkbar

In welcher Form Stadtwerke gegründet werden, sei damit jedoch noch nicht entschieden, erklärten Verwaltung und Politiker. Denkbar ist demnach ein gemeinsames Netzwerk mit anderen Stadtwerken, möglich erscheint aber auch die Minderheitenbeteiligung privater Investoren an Werner Stadtwerken. Nicht ausgeschlossen ist außerdem eine Holding, unter deren Dach nicht nur die Stromversorgung, sondern auch andere Betätigungsfelder der Kommune zusammengefasst werden.

Auf jeden Fall erhoffen sich Verwaltung und Politiker von diesem Schritt eine größere Unabhängigkeit von den großen Konzernen, mehr Einfluss bei der künftigen Gestaltung der Energiepreise und außerdem neue Arbeitsplätze vor Ort und damit auch mehr Kundennähe.

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