Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Polizei hat ein Auge auf Fahrradfahrer

WERNE Sind Licht, Klingel und Bremse in Ordnung? Auf Fahrradfahrer will die Polizei in diesem Jahr in Werne ein besonders waches Auge werfen. „Die Unfallzahlen erfordern ein verstärktes Tätigwerden“, kommentierte der Erste Hauptkommissar Rudolf Fröhlich, Leiter des Verkehrsdienstes. Insegsamt 783 Unfälle gab es in Werne.

von Von Reinhard Schmitz

, 26.02.2008
Polizei hat ein Auge auf Fahrradfahrer

Trotz Licht immer noch schlecht zu erkennen: der Radfahrer auf der rechten Seite.

Noch im Januar war ein Kamener Radler in der Lippestadt tödlich verunglückt. Neben Kindern und Jugendlichen rücken die Pedalritter im Seniorenalter in den Blickpunkt der Polizei. Weil sie sich in ihrer Freizeit immer häufiger in den Sattel schwingen, steigt ihr Unfallrisiko als Radler stark an.

Bekämpfung von Geschwindigkeitsverstößen

Ihre häufigsten Fehler – vom Fahren ohne Licht bis zum Benutzen des Radweges auf der linken Fahrbahnseite – unterscheiden sich übrigens nicht von den Sünden der Jugend. Zum Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit im Gesamtkreis will Kreisdirektor Rainer Stratmann jedoch in diesem Jahr die Bekämpfung von Geschwindigkeitsverstößen sowie des Fahrens unter Alkohol- und Drogen-Einfluss bei Autofahrern machen. Diese Vergehen gelten als gefährlichste Unfallursachen.

Auch die Einhaltung der Anschnallpflicht möchte er weiter kontrollieren lassen. „Wir wollen die sicherste Region im Ruhrgebiet werden“, peilte der stellvertretende Behördenleiter ein ehrgeiziges Ziel an. Dies sei realistisch, weil der Kreis Unna sich schon jetzt in der Spitzengruppe bewege.

Risiko liegt bei 2,43 Prozent

Das Risiko, auf seinen Straßen in einen Unfall verwickelt zu werden, liege bei 2,43 Prozent. Insgesamt stieg zwar im vergangenen Jahr die Zahl der Unfälle kreisweit um 79 auf 8 076, berichtete Thomas Stoltefuß (Foto 3), Dezernent für Verkehrsangelegenheiten. Doch sank die Zahl der Verkehrstoten von elf auf sieben, die der schwer Verletzten von 196 auf 177. Werne ging in diese Statistik mit 783 Unfällen ein, bei denen ein Toter und 103 Verletzte zu beklagen waren.

Einen etwas makaberen Beigeschmack macht die Angabe des volkswirtschaftlichen Schaden, den die Statistik durch die Verunglückten annimmt. Er wurde für Werne im Vorjahr mit 2 710 707 Euro angegeben. Nach Berechnungswerten der Versicherungen schlug dabei ein schwer Verletzter mit 82 000 Euro, ein Toter mit 1, 2 Mio. Euro zu Buche. „Aber von jedem Todesfall sind 100 Menschen betroffen“, denkt Fröhlich indes zu allererst in anderen Kategorien: Die maßlose Trauer bei Familienmitgliedern, Freunden und Kollegen.

Lesen Sie jetzt