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Protestbrief: Bei der Böcker AG sind Nokia Handys tabu

WERNE Mit scharfen Worten erklärt die Geschäftsführung der Werner Böcker AG in einem Brief an den Vorstand des finnischen Handy-Produzenten ihre Solidarität mit den „geschassten“ Arbeitnehmern.

von Ruhr Nachrichten

, 01.02.2008

„Mit Entsetzen und Empörung haben wir Ihre Entscheidung vernommen, das Werk im deutschen Bochum zu schließen und ca. 2300 Mitarbeiter freizusetzen, um die Produktion nach Rumänien zu verlagern.“

Die Entscheidung von Nokia habe zu Aufregung, Empörung, Demonstrationen, zu Wut, Tränen und Verzweiflung geführt, so Robert Böcker, Jens te Kaat und Carsten Spiegel. Zudem sei die Schließung des Bochumer Werks ein Debakel für den Wirtschaftsstandort Ruhrgebiet.

„Als Spielbälle benutzt“

Die Böcker AG, ein Unternehmen mit immerhin 320 Mitarbeitern, könne das Verhalten der Nokia-Führung nicht nachvollziehen, zumal hier offensichtlich Menschen und Fördergelder „als Spielbälle benutzt“ worden seien. „Ein solches Management wird unsererseits nicht unterstützt, und wir werden all unseren Einfluss geltend machen, um solchen Machenschaften entgegen zu wirken.

Als Konsequenz, kündigt die Geschäftsführung der Böcker AG an, würden in dem Werner Unternehmen künftig keine neuen Nokia-Handys mehr eingesetzt.