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Sparkasse vereitelt dreisten Betrugsversuch

WERNE Auf eine ziemlich dreiste Art hat ein bislang Unbekannter versucht, über die Stadtsparkasse Werne einen fünfstelligen Betrag zu ergaunern. Dank eines aufmerksamen Mitarbeiters scheiterte das Unterfangen jedoch.

von Von Rudolf Zicke

, 12.02.2008

Wie Sparkassenvorstand Thomas Lohmann bestätigte, wurde von einem Konto einer auswärtigen Bank eine Überweisung auf ein Konto in Werne ausgeführt, die der Sparkasse wegen der Höhe der Summe indes "spanisch" vorkam. "Eine Nachfrage hat dann ergeben, dass die Unterschrift gefälscht war", erklärte Lohmann; die Sparkasse habe das Geld - bis auf eine bereits erfolgte Abbuchung über 250 Euro - gesichert und der anderen Bank zurücküberwiesen.

Unangenehme Nachwirkungen in Werne

Dieser Vorfall hat sich zwar bereits im vergangenen Jahr ereignet, zeigte aber bis Anfang diese Monats Nachwirkungen. Denn die Bank, die die gefälschte Unterschrift nicht bemerkt hatte, zeigte sich wenig erkenntlich für die Aufmerksamkeit der Kollegen in der Lippestadt. Sie verwies ihren geschädigten Kunden an das Werner Institut, um hier die bereits abgehobenen 250 Euro zurückzufordern.

"Das ist natürlich nicht korrekt", betont Thomas Lohmann, denn verantwortlich sei immer die Bank, die die gefälschte Überweisung ausgeführt habe. Das sei aber inzwischen nach einigem Hin und Her und überregionaler Berichterstattung geklärt, die auswärtige Bank habe das Geld komplett zurück gezahlt.

Ein Betrug - zwei  verschiedene Muster

Inwieweit der Inhaber des Kontos bei der Sparkasse Werne in dem Fall verwickelt ist, können zurzeit weder Lohmann noch Polizeisprecher Martin Volkmer  sagen. "Ich war selbst überrascht", gestand Volkmer bei seinen Recherchen, "wie viele solcher Taten es gibt." Im vergangenen Jahr habe es 78 derartige Fälle im Kreisgebiet gegeben. Sie laufen laut Volkmer in der Regel nach zwei Mustern ab:

Beim "Kontoeröffnungsüberweisungsbetrug" eröffnet der Täter ein Konto und überweist hierauf mit gefälschter Unterschrift Geld von dem Konto einer anderen Person. Sobald es eingetroffen ist, wird das gerade eröffnete Konto leer geräumt, der Täter verschwindet.

Modell "Finanz-Agent"

Beim Modell "Finanz-Agent" sucht sich der Täter eine Person, die ihr Konto für eine Transaktion zur Verfügung stellt. Ist die ergaunerte Summe hier eingetroffen, hebt der Konto-Inhaber sie ab und gibt sie, eventuell gegen Provision, an den Täter weiter.

Ob der "Agent" mit dem Ganoven unter einer Decke gesteckt hat oder ahnungslos war - das ist eine Frage, die die Polizei dann klären muss.

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