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Spenden notwendiger denn je

WERNE Kaum Touristen, halbleere Hotels, aber strahlende Kinderaugen - das erlebten Jutta und Bruno Gimmel auf ihrer Reise zu drei Kinderheimen in Burma, die sie Jahren mit Spenden unterstützen.

von Von Rudolf Zicke

, 01.02.2008

Vor zwei Wochen waren sie mit gemischten Gefühlen nach Burma geflogen. Schließlich hatten Ende des vergangenen Jahres Unruhen das Land in Südostasien  erschüttert, Soldaten hatten auf Mönche geschossen.

Doch außer den fehlenden Touristen erinnert kaum noch etwas an die schwere Krise. "Die Lage ist ruhig, als ob nichts geschehen wäre", schreibt Bruno Gimmel unserer Zeitung per E-Mail. Auf den Straßen treffe man nur noch vereinzelt auf  "schläfrige, junge Soldaten".

Preise verdoppelt

So konnten die Gimmels problemlos die von ihnen betreuten Kinderheime besuchen, im Gepäck jede Menge T-Shirts, die ein Freund gespendet hat. Vor Ort wurden über 30 riesige Wassermelonen, Kuchen und Brot für die Jungen und Mädchen gekauft.

Dabei stellten Bruno und Jutta Gimmel denn doch eine gravierende Veränderung durch die Unruhen fest: "Die Preise sind rapide angestiegen." Beispielsweise koste Reis jetzt das Doppelte. wie zuvor. "In unsrem großen Kinderheim werden täglich von 700 Kindern 400 Kilo Ries verzehrt. Er kostete im Vorjahr 55 US-Dollar, in diesem Jahr 100", beschreibt Bruno Gimmel die Problematik.

28.000 Euro Spendengelder

Umso willkommener waren natürlich die Spenden aus Deutschland im Gesamtwert von 28.000 Euro für die über 1200 Kinder in den drei Heimen. Allein 4000 Euro, der größte Einzelbetrag, stammen von der Lokalen Agenda Werne um Elisabeth Steinke.

Die Gimmels zeigten den leitenden Mönchen ein Foto von ihr und ihren Mitstreiterinnen. "Sie waren sichtlich gerührt und schrieben spontan einen sehr bewegenden Brief. Wir haben ihn im Gepäck", berichtet Bruno Gimmel.

Weiter nach Vietnam

Bis der Brief in Deutschland eintrifft, wird aber noch Zeit vergehen. Denn die Gimmels sind gestern nach Vietnam weitergeflogen, wo sie sich ebenfalls um ein Kinderheim kümmern.

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