Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Trüber Blick in die Zukunft

WERNE Sie lachen gerne und viel- die Mitglieder des Sauerländer Gebirgsvereins. Wenn sich der harte Kern der Truppe trifft, bleibt meist kein Auge trocken. Doch bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung lag ein Hauch Wehmut in der Luft.

von Von Dennis Werner

, 21.02.2008
Trüber Blick in die Zukunft

Die Silberne Nadel für 25-jährige Mitgliedschaft erhielt Irmgard Brandstetter (links). Im Hintergrund: SGV-Vorsitzende Magdalene Oesterschulze.

Denn der Verein schrumpft.  Nur wenige sind noch dazu bereit, Verantwortung zu übernehmen. Und die, die wollen, werden immer älter. „In zwei Jahren ist Schluss. Dann hör‘ ich auf“, kündigte die Vorsitzende Magdalene Oesterschulze an. Wenn sie aus Altersgründen die Wanderer nicht mehr anführt, findet sich niemand, der ihren Posten übernehmen wird.

Zu viel Arbeit für zu wenige Freiwillige

Es gibt eine Menge zu tun im SGV.  Wanderungen müssen geplant und organisiert, die Wanderrouten rund um Werne ausgezeichnet und in Ordnung gehalten werden. „Jetzt verlangt der Verein, dass jeder Weg in beiden Richtungen ausgewiesen werden muss“, berichtete die Vorsitzende. Die Arbeit wird von Tag zu Tag mehr. Und die Wenigen, die sie freiwillig leisten, können sie kaum noch bewältigen. Hinzu kommen die mutwilligen Beschädigungen. So hat der Dachverband eine Wandertafel an der B54 bemängelt, eine weitere in Stockum ist mit Graffitti besprüht worden. „Eine solche Tafel kostet 400 Euro. Das können wir gar nicht mehr schaffen“, so Oesterschulze.

Viele Aufgaben mit Bravour gemeistert

Dabei müssen sich die Mitglieder für ihre geleistete Arbeit nicht verstecken. Binnen kürzester Zeit haben sie im vergangenen Jahr den Jakobusweg auf Werner Gebiet von der Hornequelle bis Cappenberg ausgeschildert. Außerdem hat die SGV-Ortsgruppe viele Wanderungen und Radtouren organisiert. Dazu gehörten 16 Wanderungen bis drei Kilometer (insgesamt 165 Kilometer), 24 Wanderungen über drei Kilometer (270 Kilometer) und zwei Mehrtagestouren. Außerdem gab es viele Radtouren. Auch wenn die SGV-Mitglieder sorgenvoll in die Zukunft blicken, aufgeben wollen sie nicht. Oesterschulze: „Wir wollen den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir machen weiter unsere Wanderungen.“

Lesen Sie jetzt