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Wie verhalte ich mich richtig in den Lippeauen?

BERGKAMEN/WERNE Angler, Spaziergänger, Landwirte, Kanuten: Für sie alle gelten neue Richtlinien in den Lippeauen. Da darf der Spaziergänger nicht von den Wegen abweichen. Der Angler längst nicht überall sein Angelglück probieren. Und auch Landwirte müssen sich an Gesetze des Naturschutzes halten. Wie das aussieht, darüber informierte ein Fachmann in der Ökostation.

von Von Elisabeth Plamper

, 07.02.2008
Wie verhalte ich mich richtig in den Lippeauen?

Peter Driesch berichtete über die RIchtlinien in den Lippeauen.

Über die neuen Richtlinien für Landwirte, Jäger, Angler, Kanuten und Touristen in den Naturschutzgebieten im Nordkreis   informierten Peter Driesch und Hermann Knüwer vom Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Unna am Mittwochabend.   Eingeladen zu dieser Informationsveranstaltung in die Ökologiestation Heil hatte die Biologische Station des Kreises Unna.  

Zur Umsetzung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) der EU wurden seit 2004 Änderungsverfahren der Landschaftspläne Selm, Lünen und Werne-Bergkamen durchgeführt. Sie sind seit dem 5. Dezember 2007 rechtskräftig und führten zur Einrichtung von fünf großflächigen Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 1033 Hektar im Bereich der Lippeauen sowie der Cappenberger Wälder. Dort gelten nun entsprechend neue Flächennutzungsrichtlinien.

Düngen verboten

Beispielsweise dürfen einige landwirtschaftlich Grünflächen nicht mehr gedüngt, dräniert oder umgebrochen werden. Strengere Auflagen gelten zukünftig auch für Jäger. Eine mehrseitige Informationsbroschüre fasst die Einzelheiten zusammen. Gleiches gilt für die Kanuten. Für den SV Stockum, Schulen und die Lippetouristik gelten Sonderregelungen. Angeln ist auch zukünftig in speziell ausgewiesenen Bereichen möglich.

Für Wanderer und Radsportler gilt: Keine Abstecher von den befestigten Wegen. Die Ausweisung von Naturschutzgebieten richte sich nicht gegen den Bürger, sondern bewahre die Landschaft für den Bürger und schütze sie auch gleichzeitig vor dem Bürger, fasste Driesch zusammen.

 Außerdem seien die neuen Richtlinien das Ergebnis ausführlicher Gespräche mit den zuständigen Gremien der einzelnen Interessengruppen und der Kompromissbereitschaft beider Seiten, betonte Hermann Knüwer.

Die rechtskräftigen Landschaftspläne werden auf der Grundlage vertraglicher Vereinbarungen mit den betroffenen Grundeigentümern umgesetzt. Insgesamt stehen im Kreis Unna derzeit Prozent der Fläche unter Naturschutz, weitere 3,4 Prozentder Fläche sind geschützte Landschaftsbestandteile. Darüber hinaus hat der Kreis bislang ca. 350 ha zu Naturschutzzwecken erworben.

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