WHO: Erstmals mehr als 100.000 Neuinfektionen in Europa an einem Tag

Coronavirus

Das Coronavirus ist in aller Brutalität zurück. Vor allem Europa kämpft in diesen Wochen mit der zweiten Welle und weist nun erstmals mehr als 100.000 Neuinfektionen an einem Tag aus.

Genf

09.10.2020, 22:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch in Spanien explodieren die Corona-Zahlen wieder.

Auch in Spanien explodieren die Corona-Zahlen wieder. © picture alliance/dpa

In Europa ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals über die Marke von 100.000 Fällen geklettert. Die am Freitag aktualisierte WHO-Grafik weist ein Plus gegenüber dem Vortag von 109.749 Fällen aus. Am Donnerstag wurden knapp 99.000 neue Fälle gemeldet. In Europa wird seit August kontinuierlich eine immer stärkere Verbreitung des Virus verzeichnet.

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Alleine in den Niederlanden sind innerhalb eines Tages knapp 6000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. In den vergangenen sieben Tagen habe es rund 34 000 neue Fälle gegeben, teilte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Freitag mit. Es gab 14 neue Todesfälle. Die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und auf Intensivstationen nehme zu.

Ministerpräsident Mark Rutte äußerte sich sehr besorgt. «Wir gehören zu den drei am schlimmsten betroffenen Ländern in Europa, und es ist schlechter als in Amerika», sagte Rutte. Er schloss einschneidende Maßnahmen nicht aus, wenn sich die Lage in den nächsten 72 Stunden nicht verbessere. Konkrete Pläne nannte er nicht.

Jeder zehnte Mensch auf der Welt könnte sich angesteckt haben

Besonders schwer getroffen von der Ausbreitung des Virus sind den Berichten zufolge Rotterdam, Den Haag, Utrecht und Amsterdam. Seit Beginn der Krise im März sind rund 6500 Menschen im ganzen Land gesichert an Covid-19 gestorben.

In Nord- und Südamerika wurden am Freitag gegenüber dem Vortag rund 127.000 Fälle mehr registriert. Früheren Angaben der WHO zufolge könnte sich inzwischen jeder zehnte Mensch auf der Welt bereits mit dem neuartigen Virus angesteckt haben.

RND/dpa

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