Wieder Heimsieg verspielt: Beim VfL Bochum ist alles wie immer

3:3 gegen Karlsruhe

Der VfL Bochum bleibt im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga. Gegen den Karlsruher SC verspielte der Revierklub erneut eine Führung – ein Muster, das sich wiederholt.

Bochum

, 20.10.2019, 19:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wieder Heimsieg verspielt: Beim VfL Bochum ist alles wie immer

Daumen hoch, doch wofür? VfL-Verteidiger Saulo Decarli ist frustriert. © picture alliance/dpa

Fans des VfL Bochum können mittlerweile die Uhr danach stellen. Schon zum vierten Mal in dieser Saison hat der Fußball-Zweitligist in den Schlussminuten einen Sieg hergeschenkt. Gegen den Karlsruher SC reichte es am Sonntag nur zu einem 3:3 – es war das fünfte Unentschieden im fünften Heimspiel. Die knapp 15.000 Zuschauer im Bochumer Ruhrstadion waren am Ende so wütend darüber, dass sie ihre Mannschaft mit Pfiffen in die Kabine verabschiedeten.

Lange Zeit in Überzahl

Denn die Darbietung über 90 Minuten war trotz der zwischenzeitlichen Führung enttäuschend. Einzig die Offensive überzeugte phasenweise, was sie mit drei Treffern untermauerte. "Aber wir können doch nicht jedes Spiel drei Tore erzielen, um allerhöchstens einen Punkt mitzunehmen", stellte Torschütze Danny Blum hinterher fest. Die Defensivleistung bleibt weiter das Hauptproblem beim VfL.

Das war schon in der Anfangsphase zu erkennen, als nach acht Minuten das 0:1 fiel. Abwehrchef Saulo Decarli machte seinen Fehler aber schnell wieder gut und erzielte auf der Gegenseite das 1:1 (10.). Nach einer Gelb-Roten Karte gegen Lukas Fröde spielte der VfL knapp 75 Minuten in Überzahl, was sich aber nicht positiv auf das Spiel der Hausherren auswirkte. Zunächst legte der KSC sogar das 1:2 durch Choi nach (21.), bevor Danny Blum vom Elfmeterpunkt (29.) und Cristian Gamboa (31.) das 3:2 erkämpften.

VfL steht auf Platz 16

Doch spätestens nach dem Seitenwechsel fiel der Revierklub in altbekannte Muster zurück. Einen selbstverschuldeten Strafstoß konnte VfL-Keeper Manuel Riemann zunächst noch abwehren, doch seine Teamkollegen bettelten regelrecht um den Ausgleich. Anton Fink nutzte das klägliche Abwehrverhalten schließlich aus und erzielte in der Nachspielzeit das verdiente 3:3. "Wenn wir nicht bereit sind, von Anfang bis Ende alles zu geben, dann werden wir eben bestraft", schimpfte Saulo Decarli.

Auch er kann die Tabelle lesen: Nach zehn Spieltagen steht der VfL nur auf Rang 16. Mitkonkurrent Darmstadt gewann am Samstag mit 1:0 beim FC St. Pauli. Und Holstein Kiel, Bochums nächster Gegner am kommenden Freitag, fuhr in Stuttgart überraschend das gleiche Ergebnis ein. Von einem Zu-Null-Sieg kann der VfL derzeit nur träumen...

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