Wildpark Anholter Schweiz darf wieder öffnen

hzBiotopwildpark

Unter strengen Auflagen darf der Biotopwildpark Anholter Schweiz wieder öffnen. Tierhütten werden jedoch abgesperrt und sind nicht zugänglich.

von Frithjof Nowakewitz

Isselburg

, 19.11.2020, 11:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zoos und Tierparks müssen geschlossen bleiben. Dies galt seit dem 2. November natürlich auch für den Biotopwildpark Anholter Schweiz. Die Stadt Isselburg konnte aber jetzt der Pächterin Monika Westerhoff Boland einen positiven Bescheid geben, denn der Park darf seit Samstag wieder öffnen. Allerdings nur unter strengsten Auflagen.

Tierhütten nicht zugänglich

Das Schweizerhäuschen bleibt geschlossen. Nur der Kiosk hat geöffnet. Futterautomaten werden deaktiviert. Tierhütten werden abgesperrt und sind nicht zugänglich. Die Damwildwiese bleibt geschlossen. Es dürfen keine Gruppen eingelassen werden, die aus verschiedenen Haushalten kommen.

Aufgrund der Tatsache, dass Besucher spazieren gehen und dabei „nur“ die Tiere beobachten können, es also für Besucher keine Möglichkeiten der eigenen Aktivitäten gibt, wird die Anholter Schweiz als Landschaftspark geführt. Da lässt die aktuelle Coronaverordnung den Besuch zu. Natürlich ausschließlich mit dem Nasen-Mund-Schutz und dem nötigen Abstand.

Viel Geld investiert

Nach fast vier Monaten Winterpause eröffnete der Wildpark Anholter Schweiz am 15. März wieder seine Türen. Nach nur zwei Tagen war wegen des Coronavirus schon wieder Schluss damit. Dabei wurde in den vergangenen Monaten viel Geld investiert. Ein großer Batzen ging beispielsweise in die Umgestaltung des ehemaligen Geheges der Kragenbären für die Alpensteinböcke. All das investierte Geld sollte da in der schon laufenden Saison wieder reingeholt werden. Besonders die Ostertage sind eigentlich immer ein Publikumsmagnet und die Einnahmen daraus für den Park, aufs Jahr gesehen, lebensnotwendig.

Eigenen Stolz überwunden

Mit viel Bauchweh und inneren Bedenken hat Pächterin Monika Westerhoff-Boland dann öffentlich um Unterstützung gebeten. Wie sie selbst sagt, musste sie da auch ihren eigenen Stolz überwinden. „Ich hab mich schon ein bisschen geschämt“, erklärte sie. Aber die Aktion hat dem Park das Überleben gerettet. Ganz viele Menschen aus dem lokalen Umfeld, aber auch aus vielen Regionen des Landes und der Niederlande haben durch Spenden und durch die Übernahme von Tierpatenschaft geholfen. Dazu, dass es dem Park jetzt wieder relativ gut geht, hat auch die gute Sommersaison beigetragen. „Ich kann mich jetzt nicht beklagen“, meint Westerhoff-Boland, fügt aber hinzu, dass man beileibe nicht im Geld schwimme.

Ehemaliges Braunbärengehege wird renoviert

Zahlreiche Investitionen mussten und müssen noch getätigt werden. Das ehemalige Braunbärengehege, dass seit dem Auszug der Tiere im vergangenen Jahr brach liegt, wird renoviert. Auch ein „neuer gebrauchter“ Traktor musste angeschafft werden.

Vorläufig öffnet der Park seine Türen montags bis freitags von 11 bis 15 Uhr sowie an jedem Wochenende. Einlass ist samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr.

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