Wildschafe: Stadt Bielefeld will Mufflon-Herde nicht abschießen

Klage

Die Stadt Bielefeld soll nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes eine Herde von Mufflon-Schafen abschießen. Die Stadt wehrt sich jetzt mit allen Mitteln.

Bielefeld

14.01.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wildschafe: Stadt Bielefeld will Mufflon-Herde nicht abschießen

Zwei Mufflon-Lämmer. Die Herde in Bielefeld hat sich stark vermehrt. © dpa

Die Stadt Bielefeld geht juristisch gegen ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts NRW vor, nach dem sie eine Herde von Mufflon-Schafen abschießen soll. Nach Angaben einer Sprecherin des OVG ist in Münster eine Nichtzulassungsbeschwerde der Stadt eingegangen.

Die kleine Herde war in den 1960er Jahren angesiedelt worden und lebt seit mehr als 50 Jahren im Bielefelder Stadtwald. Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) hatte angekündigt, sich mit aller Macht für den Erhalt der Tiere einzusetzen.

Anfang November hatten die obersten NRW-Verwaltungsrichter entschieden, dass ein mehrere Jahre alter Abschussplan der Stadt für die Herde im Stadtwald unrechtmäßig sei. Dieser Plan hatte die Größe der Herde auf zwölf Tiere begrenzt, die Herde aber ansonsten unangetastet gelassen.

Gericht hatte Revision nicht zugelassen

Dagegen hatte ein örtlicher Waldbesitzer, eine Stiftung, wegen erheblicher Bissschäden durch die Tiere an jungen Bäumen geklagt. Das OVG hatte eine Revision gegen seine Entscheidung am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig nicht zugelassen. Gegen diese Entscheidung hat die Stadt jetzt Beschwerde eingelegt.

dpa