Winterberg appelliert an Ausflügler: „Tu Dir das doch nicht an“ – Neue Maßnahmen ab Mittwoch

Chaos im Sauerland

Nach dem Chaos der letzten Tage versucht die Stadt Winterberg weiterhin, Besucher von einem Ausflug abzuhalten. Ab Mittwoch will die Stadt neue Maßnahmen gegen das Verkehrschaos ergreifen.

Winterberg

29.12.2020, 12:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fahrzeuge stauen sich die Straße zum Kahlen Asten hinauf. Bereits am Sonntag war es zu langen Staus, Unfällen und Verkehrsbehinderungen gekommen.

Fahrzeuge stauen sich die Straße zum Kahlen Asten hinauf. Bereits am Sonntag war es zu langen Staus, Unfällen und Verkehrsbehinderungen gekommen. © picture alliance/dpa

Allen Appellen, Winterberg fern zu bleiben, zum Trotz haben sich auch am Dienstag offenbar erneut zahlreiche Ausflügler auf den Weg in den beliebten Wintersportort gemacht. Auf der wichtigsten Zufahrtsstraße, der von Norden kommenden Bundesstraße 480, verzeichnete das Verkehrsportal des Landes NRW am Mittag zeitweise mehrere Staus. Einer hatte bereits am Morgen begonnen, ein anderer am Vormittag.

Die Stadt Winterberg im Sauerland hatte am Morgen erneut an Tagesausflügler appelliert, nicht zu kommen. „Bitte überlege, ob eine Anreise wirklich erforderlich ist“, schrieb der beliebte Wintersportort auf seiner Internetseite. „Aufgrund der hohen Nachfrage ist mit kilometerlangen Staus zu rechnen.“ „Bitte überlege, ob eine Anreise wirklich erforderlich ist“, schrieb der beliebte Wintersportort am Dienstagmorgen auf seiner Internetseite. „Aufgrund der hohen Nachfrage ist mit kilometerlangen Staus zu rechnen.“ Beim Besuch der Seite werden Interessierte mit den Worten „Weiterhin Pause. Wir bleiben auf Standby“ begrüßt.

„Liebe ruhen lassen“

Das Gebot des Tages heiße Kontaktvermeidung. „Wir lieben unsere Berge. Ihr auch. Aber in diesen Zeiten müssen wir diese Liebe ruhen lassen, denn der Ansturm führt zu Stau und zu Menschenaufläufen“, erklärte die Stadt weiter. „Verstopfte Straßen, fehlende Parkplätze und viele potenzielle Kontakte. Wer will das schon! Tu Dir das doch nicht an.“

Die Stadt wies darauf hin, dass es keine Einkehr- oder Aufwärmmöglichkeiten gebe. In der Stadtmitte seien nur die öffentlichen Toiletten geöffnet.

Zahlreiche Tagesausflügler hatten bereits am Sonntag und Montag für ein Verkehrschaos mit überfüllten Parkplätzen und kilometerlangen Staus rund um die 13 000-Einwohner-Stadt gesorgt.

Unter den Besuchern waren viele Familien, die zum Schlittenfahren gekommen waren. Am Dienstagnachmittag wollte die Stadt Maßnahmen gegen das Verkehrschaos vorstellen, die ab Mittwoch greifen sollen.

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