Winterswijker Krankenhaus behält seine Geburtshilfe und die Kinderstation

hzKönigin Beatrix Hospital

Protest gab es in Winterswijk gegen Pläne, die Geburtshilfe und die Kinderstation des dortigen Krankenhauses ins Slingeland-Krankenhaus nach Dotinchem zu verlegen. Die Pläne sind vom Tisch.

Winterswijk

, 23.12.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Schließung von geburtshilflichen Abteilungen – Vreden, Stadtlohn, Borken – sind im Kreis Borken in den vergangenen Jahren immer wieder ein Thema gewesen. Auch im Nachbarland wird über Konzentrationsprozesse in der Krankenhaus-Landschaft diskutiert. So sollten die Geburtshilfe und die Kinderstation des Regionalkrankenhauses „Streekziekenhuis Koningin Beatrix“ (SKB) in Winterswijk geschlossen und in das Slingeland-Krankenhaus in Doetinchem überführt werden.

Nun aber wurde bekannt, dass die Pläne vom Tisch sind. Es sei wieder alles offen, bestätigte Saskia Steenbergen, Sprecherin von Santiz, der Organisation, in der beide Achterhoeker Krankenhäuser seit 2017 vertreten sind, gegenüber der Tageszeitung „De Gelderlander“. Es habe viel Druck und Unruhe gegeben. Der Krankenhausträger werde nun überlegen, was am besten sei.

Zwei vollwertige Krankenhäuser sollen im Achterhoek bleiben

Auch in einem Brief von Santiz an Minister Bruno Bruins wird deutlich, dass die Schließungspläne nicht mehr verfolgt werden. Der Brief an Bruins fiel mit dem Besuch zusammen, den Chrit van Ewijk, Vorsitzender des Santiz-Vorstandes, am Montag dem Minister für medizinische Versorgung machte. Zuvor hatte Bruins dem Repräsentantenhaus versprochen, mit Santiz zu sprechen, um die Entscheidung zu verschieben. Das Repräsentantenhaus hatte darauf bestanden, dass zwei vollwertige Krankenhäuser in Achterhoek bleiben sollten.

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Joris Bengevoord, Bürgermeister von Winterswijk, hatte sich laut „Gelderlander“ auch mit Minister Bruins und Hendrik-Jan Mensink getroffen, dem Vorsitzenden der Gruppe, die sich gegen Santiz-Pläne ausspricht. Der Bürgermeister zeigte sich nach der Sanitz-Entscheidung erleichtert: ,, Es ist gut, dass Santiz auf große soziale Unruhen reagiert und Pläne vom Tisch nimmt. Winterswijk möchte an die Prinzipien des Zusammenschlusses denken: zwei vollwertige Krankenhäuser mit Notfall-, Intensiv- und Geburtshilfe. Wir betrachten auch die Interessen der Patienten: Dies kann nicht nur eine wirtschaftliche Entscheidung sein“, wird der Bürgermeister zitiert.

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