Miete frisst in NRW oft mehr als 42 % des Einkommens - aber nicht überall

hzWohnen in NRW

Die Mieten in NRW steigen immer weiter. Doch in einigen Orten lässt es sich günstig leben. Wo die Mieten besonders hoch sind und wo günstig, zeigen unsere Übersichtskarten und das NRW-Ranking.

NRW

, 04.12.2019, 13:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Durchschnittlich 7,60 zahlen Mieter in Nordrhein-Westfalen für einen Quadratmeter. Doch die Unterschiede im Land sind gewaltig. Und die einzelne Belastung verglichen mit dem Nettoeinkommen auch. Während ein Kölner bei 7,60 Euro pro m³ vor Freude in die Luft springen würde, würde in Höxter diese Miete nur zähneknirschend bezahlt. (Oder für eine echt tolle Wohnung).

Die Statistiker des Landesbetriebes IT.NRW haben jetzt die neuen Daten aus dem Jahr 2018 zum Thema Wohnen in NRW veröffentlicht. Dabei fällt auf: Je größer die Gemeinde, desto höher die Bruttokaltmiete. In kleineren Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern zahlten die Haushalte in NRW im Schnitt 6,30 Euro pro Quadratmeter – in Großstädten ab 500.000 Einwohnern waren es drei Euro mehr (9,00 Euro/m²).

So teuer sind die Mieten in NRW

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Das Miet-Ranking der einzelnen Städte und Kreise in NRW:

Preise für neu vermietete Wohnungen sind noch höher

Bereits im August hatte die Immobiliengesellschaft LEG eine Studie veröffentlicht, nach der sich allein zwischen April 2018 und März 2019 die Preise bei Neuvermietungen verlangten zufolge durchschnittlich um 3,7 Prozent erhöhten.

Der Wohnungsmarktreport NRW der LEG legt im Gegensatz zu allen Mieten die sogenannten Angebotsmieten zugrunde und kommt daher noch zu höheren Mietpreisen, als IT NRW. Demnach zahlen neue Mieter im Durchschnitt in Köln 11,02 Euro je Quadratmeter, in Düsseldorf 10,48 Euro und in Münster 10,00 Euro.

So viel ihres Nettoeinkommens müssen Mieter aufbringen

Seit Jahren warnt der Mieterbund vor den steigenden Mieten – vor allem in Großstädten. Laut den Statistiken von IT.NRW nimmt tatsächlich auch die prozentuale Belastung der Mieter in der Regel mit der Größe der Städte zu.

42,3 Prozent aller Haushalte mussten in Großstädten (> 500.000 EW) mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Miete aufbringen. In kleineren Gemeinden (< 20.000 EW) waren es nur 30,9 Prozent.

Durchschnittlich mussten die Mieterhaushalte in kleinen Orten 26,1 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Miete zahlen, in Großstädten waren es 30 Prozent.

So stark belasten Mieten die Haushalte in den Kreisen und Städten:

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