Wohngeld in NRW erhöht sich durch Klimaschutz-Maßnahmen

Sozialleistung

Klimaschutz-Maßnahmen machen das Heizen teurer. Daher hat der Bundestag die Erhöhung des Wohngeldes beschlossen, die den CO2-Preis abfedern soll. Davon profitieren mehr als 146.000 Haushalte.

Düsseldorf

27.12.2020, 20:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
146.000 Haushalte in NRW bekommen mehr Wohngeld.

146.000 Haushalte in NRW bekommen mehr Wohngeld. © picture alliance/dpa/dpa-tmn

Empfänger von Wohngeld in Nordrhein-Westfalen bekommen vom kommenden Jahr an mehr Geld, weil Klimaschutz-Maßnahmen das Heizen teurer machen. Darauf hat die Landesregierung in NRW am Sonntag hingewiesen. Um durchschnittlich rund 15 Euro pro Monat und Haushalt soll das Wohngeld steigen, mehr als 146.000 Haushalte im Land profitieren davon.

Die Änderung soll die Folgen des CO2-Preises abfedern

„Das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund vermeiden durch die Klimakomponente im Wohngeld soziale Härten, die sich aus der Einführung der CO2-Steuer ergeben“, erklärte Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (CDU). 2019 bezogen 131.700 Menschen Wohngeld in Nordrhein-Westfalen. Zum Ende des Jahres 2020 waren es dem Land zufolge rund 146.000 Haushalte. Rund 424 Millionen Euro werden voraussichtlich 2021 als Wohngeld ausgezahlt.

Die Änderung, die im Frühjahr vom Bundestag mit großer Mehrheit beschlossen wurde, soll die Folgen des CO2-Preises abfedern, der neben Diesel und Benzin auch Heizöl und Erdgas verteuert. Das Wohngeld ist eine Sozialleistung, die Bürgern mit geringem Einkommen beim Stemmen der Mietkosten oder der Ausgaben fürs Wohnen in den eigenen vier Wänden helfen soll. Die Höhe hängt vom Einkommen, der Haushaltsgröße und den Miet- beziehungsweise Wohnkosten ab.

dpa

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