Wolf hat wieder ein Schaf gerissen - Tötung kann nur das letzte Mittel sein, sagt der NABU

Wölfin vertreiben

Nachdem erneut ein Schaf im Gebiet der Gemeinde Hünxe gerissen worden ist, sprechen sich Tierhalter im Kreis Wesel dafür aus, den Wolf zu vertreiben.

Raesfeld/Hünxe

20.11.2019, 16:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wolf hat wieder ein Schaf gerissen - Tötung kann nur das letzte Mittel sein, sagt der NABU

++++ Symbolbild +++ © Mohamed Hassan

Die Kreisgruppe Wesel des Naturschutzbundes (Nabu) hält diesen Vorschlag für einen gangbareren Weg. Einen Antrag auf Vergrämung des Tieres will der betroffene Hünxer Schafzüchter stellen, nachdem am vergangenen Wochenende erneut ein Schaf aus seiner Herde auf einer mit einem Schutzzaun umgebenen Weide gerissen worden war. Der Tierhalter hatte den Zaun auf bis zu 1,40 Meter erhöht.

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Seit September 2018 hat er mehrere Tiere durch Risse verloren. Bei sechs Fällen hat das Senckenberg-Institut bestätigt, dass die Tiere von einem Wolf gerissen wurden.

Tötung als letztes Mittel

Der Nabu NRW hat sich gegen eine Tötung des Wolfes ausgesprochen: „Tötungen von auffälligen Wölfen betrachtet der Nabu stets als das letzte Mittel, das auch immer eine Einzelfallentscheidung bleiben muss.“ Die Erfahrung zeige, dass Wölfe, die gelernt haben, einen solchen Herdenschutz zu überwinden, das Wissen an ihre Nachkommen weitergeben können.

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