Zeckenalarm: Ansteckungsrisiko steigt durch verfrühte Saison

Parasiten

Durch den milden Winter hat die Zeckensaison in diesem Jahr früher als sonst begonnen. Schon seit März sitzen die Zecken im hohen Gras und im Unterholz. Einige Gebiete sind besonders betroffen.

Berlin

21.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zeckenalarm: Ansteckungsrisiko steigt durch verfrühte Saison

© picture alliance/dpa

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat auf die besonders hohe Gefahr hingewiesen, die in diesem Sommer von Zecken ausgehe. Aufgrund des milden Winters gebe es mehr Zecken als in den Vorjahren, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag. “Begonnen hat die Zeckensaison diesmal schon im März”, sagte DRK-Bundesarzt Peter Sefrin.

Er empfiehlt, das Laufen durch dichtes Unterholz und hohes Gras zu vermeiden und nach dem Aufenthalt im Freien Körper und Kleidung abzusuchen. Zecken können durch Bisse die Hirnentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose übertragen.

Regionen in Sachsen und Thüringen gelten als Risikogebiet

Das DRK verwies außerdem auf die gestiegene Anzahl an FSME-Risikogebieten in Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte Anfang des Jahres bekanntgegeben, dass ein Stadt- und ein Landkreis in Sachsen sowie ein Landkreis in Thüringen zusätzlich als Risikogebiete eingestuft wurden.

Insgesamt sind demnach nun 164 Kreise als FSME-Risikogebiete definiert – die meisten davon in Süddeutschland. Die Einstufung als Risikogebiet basiert auf Erkrankungsdaten mehrerer Jahre. In diesen Regionen wird Menschen, die zum Beispiel in der Freizeit oder beruflich mit Zecken in Berührung kommen könnten, eine FSME-Impfung empfohlen.