Nach Brand mit toten Tieren: Gorilla-Anlage in Krefeld bald wieder geöffnet

Zoo

Den Brand im Zoo von Krefeld hat eine Gorilla-Gruppe unverletzt überstanden, da sie in einem anderen Haus untergebracht war. Die Anlage der Tiere soll nun wieder für Besucher geöffnet werden.

Krefeld

13.03.2020, 10:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Drei Monate nach dem Brand im Affenhaus will der Krefelder Zoo die Gorilla-Anlage wieder für Besucher zugänglich machen.

Drei Monate nach dem Brand im Affenhaus will der Krefelder Zoo die Gorilla-Anlage wieder für Besucher zugänglich machen. © picture alliance/dpa

Der Krefelder Zoo will seine Anlage mit Gorillas möglichst Ende März wieder für Besucher zugänglich machen. Seit dem verheerenden Brand des Affenhauses in der Nacht zu Neujahr, bei dem mehrere Gorillas, Orang-Utans sowie ein Schimpanse gestorben waren, ist dieser Teil des Tierparks für Besucher nicht frei.

Dort leben sieben Gorillas: ein Silberrücken mit Namen Kidogo sowie drei Weibchen und drei Jungtiere. Wegen der Abrissarbeiten an dem benachbarten Affenhaus ist der Weg zu der Gorilla-Anlage bislang noch gesperrt.

Nachdem Brandschäden beseitigt wurden, können die Gorillas wieder in die Außenanlage ihres Geheges - nur Besucher sehen derzeit noch nichts. „Nachdem die Gorillas schon vierzehn Tage wieder draußen sein können, freuen wir uns, dass dann auch Besucher wieder Kidogo und seine Familie sehen können“, sagte Zoo-Sprecherin Petra Schwinn.

Ermittlungen gegen drei Frauen wegen fahrlässiger Brandstiftung

In dem Bereich leben abseits der Öffentlichkeit auch zwei Schimpansen, die das Feuer in der Nacht zu Neujahr leicht verletzt überlebt hatten und denen es „sehr gut“ gehe.

Mehr als zehn Wochen nach dem Feuer sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht abgeschlossen. Der Brand war in den ersten Minuten des neuen Jahres ausgebrochen. Auslöser war nach den Ermittlungen eine Himmelslaterne, die inmitten des Feuerwerks auf dem Dach des Affenhauses gelandet war.

Gegen drei Frauen wird wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Insgesamt kamen mehr als 50 Tiere ums Leben, darunter auch viele Vögel und Flughunde.

RND/dpa

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