Zu viele Menschen wollten feiern: Corona-bedingte Räumungen

Coronavirus

In mehreren Städten am Rhein ist es in der Nacht zu Samstag zu Corona-bedingten Räumungen gekommen. Die Polizei und das Ordnungsamt mussten Platzverweise aussprechen.

Köln

04.07.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
In der Nacht zu Samstag gab es in mehreren Städten am Rhein Corona-bedingte Räumungen. (Symbolbild)

In der Nacht zu Samstag gab es in mehreren Städten am Rhein Corona-bedingte Räumungen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

In der Nacht zu Samstag hat die Stadt Köln zwei beliebte Treffpunkte Corona-bedingt geräumt. Laut Mitteilung der Stadt trafen der Ordnungs- und Verkehrsdienst etwa 400 Menschen sowie eine Musikgruppe am Stadtgarten an. Auch im Bereich der Schaafenstraße stellten die Ordnungshüter eine große Menschenmenge fest.

Die Straße ist unter anderem bei der queeren Community beliebt, die eigentlich an diesem Wochenende den Christopher-Street-Day gefeiert hätte. Zunächst waren die Besucher per Lautsprecherdurchsage gebeten worden, Abstände einzuhalten. Schließlich entschloss sich der Ordnungsdienst jedoch, den Bereich zu räumen. Die Einsätze verliefen laut Polizei problemlos.

Situation in Düsseldorf entspannter

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hatte nach einer Sitzung des Krisenstabes am Freitag appelliert, die Abstandsregeln „bitte, bitte“ einzuhalten. „Es verhalten sich immer mehr Menschen so, als wäre die Pandemie schon beendet“, sagte Reker. „Und das ist gefährlich.“

In Düsseldorf war es in der Nacht zu Samstag laut einem Polizeisprecher deutlich entspannter. Abstände wurden auf der beliebten Freitreppe am Burgplatz eingehalten. Dort werden 1,5 Meter breite Streifen aufgemalt und mit Abstandspfeilen versehen, hatte die Stadt am Freitag mitgeteilt. In Bonn kontrollierten Polizei und Ordnungsdienst an den Rheinufern. Bei mehr als einhundert Kontrollen wurden 22 Platzverweise ausgesprochen.

dpa

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