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Zur Sache: So kommen die Klubs an das Geld

Wer kann das Darlehen beantragen? Wie sind die Konditionen? Wie lange laufen die Darlehen? Wie sind sie verzinst. Die Antworten auf diese und weitere Fragen.

von Ruhr Nachrichten

, 20.02.2008

Die 150 Mio. Euro bis 2010 sind das Ergebnis eines Bündnisses zwischen Landesregierung und Landessportbund. Damit soll durch Sanierung und Neubau von Sportstätten der Breiten- und Spitzensport gefördert werden. Im Land gibt es 38.000 Sportstätten. 150 Mio. Euro bedeuten für jede der knapp 400 Gemeinden in NRW rechnerisch jeweils einen Kreditbetrag von unter 400.000 Euro. Damit könnten kaum Hallen oder Plätze gebaut werden. Noch nicht beantwortet ist die Frage der Verteilung der Gelder: Bekommt jede Gemeinde oder jeder Verein, die/der einen Antrag stellt, eine Zusage? Oder geht es nach Eingang der Anträge? Die Klubs leben mehr schlecht als recht von immer geringeren Zuschüssen und Mitgliedsbeiträgen. Letztere müssten vermutlich erhöht werden, um das Darlehen mit Zinsen zurückzuzahlen.

Antragsberechtigt sind gemeinnützige Sportorganisationen (Vereine und Verbände) für den Erwerb von Sportanlagen, Neu-, Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen, Modernisierung, Sanierung und Instandsetzung.

Gefördert werden Kosten für den Grunderwerb einschließlich Herrichtung, Erschließung und ggf. Abbruchmaßnahmen, Baukosten, Kosten für die Herstellung von Außenanlagen, Kosten der Ausstattung, Planungskosten.

Finanzierungsanteil: Das NRW.Bank-Darlehen kann bis zu 100 Prozent der Gesamtinvestitionskosten betragen. Der Kredithöchstbetrag liegt bei 10 Millionen Euro pro Vorhaben. Eine Aufstockung des Betrages ist grundsätzlich möglich, sofern das Vorhaben noch nicht abgeschlossen ist.

Zusätzlich wird eine Haftungsentlastung für die Hausbank in Höhe von 80 Prozent gewährt. Die Kombination mit anderen Fördermitteln ist möglich.

Darlehenskonditionen: 30 Jahre Laufzeit bei fünf tilgungsfreien Anlaufjahren und einer Zinsbindung von 20 Jahren oder 20 Jahre bei drei tilgungsfreien Anlaufjahren und einer Zinsbindung von zehn Jahren. Die Auszahlung erfolgt zu 100 Prozent. Die Tilgung erfolgt nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre in gleichbleibenden Halbjahresraten.

Während der Tilgungsfreijahre sind lediglich die Zinsen auf die ausgezahlten Kreditbeträge zu leisten. Außerplanmäßige Tilgungen können nur gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung vorgenommen werden.

Der Zinssatz orientiert sich an der Entwicklung des Kapitalmarktes.