Zwei neugeborene Kälber auf Weide gerissen

Wolfsgebiet Schermbeck

Zwei neugeborene Kälber sind in der Nacht zu Dienstag auf einer Schermbecker Weide gerissen worden. Im Wolfsgebiet Schermbeck liegt der Verdacht nahe, dass es ein Wolf war. Oder mehrere?

Schermbeck

, 14.05.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwei Kälber sind in der Nacht zu Dienstag gerissen worden.

Zwei Kälber sind in der Nacht zu Dienstag gerissen worden. © privat

Die Arbeitsgemeinschaft Wolf listet seit 2018 Risse in einer „Wolfskarte Gahlen“ auf. Bei den letzten Rissen handelte es sich um zwei neugeborene Kälber, die rund 23 Meter voneinander entfernt auf einer Weide gefunden wurden und „enorme Fraßspuren“ aufwiesen. „Die Fehlmenge an beiden Tieren lässt Vermutungen zu, dass hier mehr als ein einzelner Wolf beteiligt war.“

LANUV-Mitarbeiter überprüften den Fall. Sprecher Wilhelm Deitermann konnte auf Nachfrage keine Informationen zum aktuellen Fall geben und verwies auf das übliche Prozedere, nach dem eventuelle DNA-Spuren zuerst vom Senckenberg-Institut überprüft werden, um zweifelsfreie Wolfsnachweise zu führen.

Wolfsnachweis in Reken

Einen Wolfsnachweis meldete das LANUV am Mittwoch (13. Mai), allerdings im Kreis Borken. Eine Wildkamera hatte in einem Waldgebiet bei Reken Aufnahmen von einem Wolf kurz nach Mitternacht am 9. März gemacht. Die Bilder wurden durch die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) geprüft. Verbleib, Identität und Geschlecht des Wolfes sind nicht bekannt.

Warum dauerte es bei Fotos mehr als zwei Monate, bis der Nachweis geführt wurde? Deitermann: „Es war keine Wildkamera des LANUV. Die Bilder sind erst vor Kurzem hier eingegangen.“ Bei Bildaufnahmen könne teilweise schon nach einigen Stunden der Nachweis erfolgen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt