Zwei Jahre nach tödlichem Unfall wird dieser Bahnübergang für den Autoverkehr gesperrt. © Guido Bludau
Nahverkehr

Bahnübergang wird zwei Jahre nach tödlichem Unfall gesperrt

Zwei Jahre nach einem tödlichen Unfall wird ein Bahnübergang in Wulfen gesperrt - aber nicht für alle Verkehrsteilnehmer. Die Deutsche Bahn wollte eigentlich schneller handeln.

Die Sonne stand tief über dem Wirtschaftsweg zwischen Hervester Straße und Verspohlweg, als ein Autofahrer (63) am 14. November 2018 den unbeschrankten Bahnübergang überquerte. Ein Zug der Nordwestbahn erfasste den Wagen und schleifte ihn bis zum nächsten Bahnübergang an der Munastraße mit. Der Fahrer kam ums Leben, der junge Lokführer (27) erlitt einen Schock.

Um solche Unfälle in Zukunft auszuschließen, wird der Bahnübergang für Autofahrer nun geschlossen. Das hatte die Deutsche Bahn bereits im April 2019 angekündigt.

„Die Unterlagen liegen zur Genehmigung beim Eisenbahnbundesamt, also der Aufsichts- und Genehmigungsbehörde, vor und werden dort aktuell geprüft“, sagte ein Bahnsprecher damals. „Ein Umbau erfolgt unverzüglich nach Erteilung der Baurechts-Vorlage.“ Das hat offenbar eineinhalb Jahre gedauert.

Vor zwei Jahren starb ein Autofahrer an dem unbeschrankten Bahnübergang am Verspohlweg. © Guido Bludau (Archiv) © Guido Bludau (Archiv)

Der Wirtschaftsweg, auf dem im November 2018 der Autofahrer sein Leben verlor, ist eigentlich nur für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge vorgesehen. Er wurde jedoch gerne von Autofahrern als Schleichweg genutzt, um lange Wartezeiten an den Bahnübergängen Köhler Straße und Burenkamp zu umgehen.

Das geht nun nicht mehr. Fußgänger werden den Schienen allerdings weiterhin passieren können. Und auch Radfahrer – wenn sie ihr Rad schieben.

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Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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