Täuschend echt schlüpfte der Schauspieler in die Rolle von Wilhelm Busch und spielte oft mehrere Figuren innerhalb einer Szene. © Sabine Bornemann
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Uraufführung an der Bio-Station: „Kein Röslein ohne Läuschen“

„Kein Röslein ohne Läuschen“ nannte Schauspieler Markus Veith sein Wandertheater mit Reimen von Wilhelm Busch. Die Uraufführung bei bestem Wetter kam beim Publikum gut an.

Nach mehr als acht Monaten Zwangspause konnte die Stadtagentur Dorsten am Sonntag die Biologische Station Lembeck für diese Uraufführung gewinnen. Das Wetter spielte mit und das Umfeld passte geradezu ideal zum Thema.

Das Publikum wurde einbezogen

Täuschend echt schlüpfte der Schauspieler in die Rolle von Wilhelm Busch und spielte oft mehrere Figuren innerhalb einer Szene. Das Publikum wurde einbezogen, denn so manches Mal waren die Texte so bekannt, dass sie aus den Reihen der Zuschauer ergänzt wurden. Doch auch damit machte sich Markus Veith einen Spaß. Auf den Spruch „Dieses war der erste Streich“ kam natürlich die Antwort „Doch der Zweite folgt sogleich.“

Veith zog jedoch von dannen und meinte: „Na, das wollen wir erst mal sehen, lasst uns erst mal weiter gehen!“ Kreuz und quer über das große Gelände wurden die Zuschauer von Spielort zu Spielort auf Trab gehalten. Als Requisiten benötigte Markus Veith nur einen Klappstuhl, einen Hut und einen Stock.

Balduin Bählamm, Max und Moritz, die fromme Helene … – sie alle kamen zu Wort. Auch ein paar Zeichnungen wurden auf der Staffelei präsentiert. Die erlaubten 25 Besucher waren begeistert und hatten viel zu lachen.

Das Publikum wurde einbezogen, denn so manches Mal waren die Texte so bekannt, dass sie aus den Reihen der Zuschauer ergänzt wurden.
Das Publikum wurde einbezogen, denn so manches Mal waren die Texte so bekannt, dass sie aus den Reihen der Zuschauer ergänzt wurden. © Sabine Bornemann © Sabine Bornemann

Der Schauspieler verriet, was ihn an Wilhelm Busch fasziniert: „Er ist der Urgroßvater des Comics. Er konnte Zeichnen wie im Zeitraffer oder so, dass man die Geräusche förmlich zu hören glaubt. Oft hauchte er statischen Dingen Leben ein, zum Beispiel „tanzende Möbel“. Das war damals etwas ganz Neues, eine richtige „Revolution“. Busch hatte eine ungeheure Menschenkenntnis, obwohl er selbst eher menschenscheu war.

Unglaublich viel Dynamik

Seine Geschichten haben unglaublich viel Dynamik und sind oft überzeichnet wie Karikaturen. Diese übertriebenen Verrenkungen konnte er nur zeichnen, weil er so genau beobachtet hat. Gleichzeitig behandelte er ganz alltägliche Themen, die jeder versteht und über die man auch noch herzlich lachen kann. Einfach genial!“

Noch viel besser als bei dieser Aufführung kann man Natur und Kultur nicht zusammen bringen.

Am 12. September bietet die Stadtagentur Dorsten das nächste Open-Air-Programm im Bürgerpark Maria Lindenhof an: Dann geht es um Shakespeare.

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