Vandalen wüten an Gesamtschule: „Ganzer Ortsteil nimmt Schaden“

Böse Überraschung am Montagmorgen: GSW-Schulleiter Hermann Twittenhoff neben der zerstörten Regenbogenbank.
Böse Überraschung am Montagmorgen: GSW-Schulleiter Hermann Twittenhoff neben der zerstörten Regenbogenbank. © Bludau/GSW
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Nur wenige Tage stand eine neue Sitzbank unbeschädigt zwischen dem Barkenberger See und der Gesamtschule Wulfen. In der Nacht zu Samstag rissen Unbekannte das erst vor Kurzem aufgebrachte LGBTQ-Kunstwerk wieder ab.

Aber die Vandalen ließen ihre Zerstörungswut nicht nur an der neuen Bank aus. Scheiben des naturwissenschaftlichen Traktes der Gesamtschule wurden am Wochenende außerdem mit Graffiti beschmiert. Schulleiter Hermann Twittenhoff kann diesen Vandalismus nicht verstehen. „Ein ganzer Ortsteil nimmt Schaden, wenn solche Dinge passieren“, sagt er.

Bank wurde erst kürzlich übergeben

Die Bank war am vergangenen Montag (29.8.) beklebt und am Donnerstag (1.9.) offiziell übergeben worden. Die künstlerische Gestaltung mit dem Motiv „LGBTQ – digital erstellt“ stammt von GSW-Schülerin Wiktoria Jasionek, die dafür prämiert wurde. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für Lesbians, Gays, Bisexuals, Transgender und Queers. Die Regenbogenflagge ist ein Symbol für Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen, die sich nicht mit traditionellen Rollenbildern von Männern und Frauen sowie anderen Normen rund um Sexualität und Geschlecht identifizieren.

Im vergangenen Jahr hatte die Vereinte Volksbank den Wettbewerb „Zukunft und Heimat“ zur Gestaltung der von ihr finanzierten Sitzgelegenheiten ausgeschrieben. Den ersten Platz hatte Male Gülker mit ihrem Entwurf „Wulfen“ belegt. Die von ihr gestaltete Bank steht schon länger in Wulfen in der Nähe des Wappenbaums.

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