Hubert Kersting (l.) und Heinz Hüning freuen sich, dass das Buch "1000 Jahre Nordkirchen" jetzt fertig ist. © Heimatverein Nordkirchen
Jubiläum

1000 Jahre Nordkirchen: Verkauf des Buchs zum Gemeinde-Jubiläum startet

Ihren 1000. Geburtstag feiert Nordkirchen im kommenden Jahr. Passend dazu bringt der Heimatverein ein umfassend Buch zur Geschichte der Gemeinde heraus. Der Verkauf startet bald.

Ein ganz schön dicker Schinken ist es geworden. 480 Seiten dick und 2,5 Kilo schwer liegt das Buch „1000 Jahre Nordkirchen“ auf dem Esstisch von Hubert Kersting. Und ein bisschen stolz liegt schon in dem Blick des Vorsitzenden des Nordkirchener Heimatvereins. „Wenn man ein Buch geschrieben hat, dann kann man schon stolz sein“, sagt er.

Vor allem, wenn man so ein Buch geschrieben und zusammengestellt hat: Mit über 120 Artikeln unterschiedlicher Autoren beleuchtet es die 1000-jährige Geschichte der Gemeinde – mit zahlreichen historischen Bildern, Karten und anderen Dokumenten. 1000 Exemplare sind bereits gedruckt – ab 15. November (Montag) stehen sie zum Verkauf. In allen Bank-Filialen in der Gemeinde kann man es kaufen, ebenso an der Tourist-Info, im Schuhhaus Bomholt, im Schlauncafé und nach Absprache auch beim Heimatverein. 20 Euro kostet das Buch. Etwas, so sagt es Hubert Kersting im Gespräch mit der Redaktion, das nur möglich ist, weil sowohl die Gemeinde Nordkirchen als auch Sponsoren das Projekt unterstützt haben. Eine Förderung gab es darüber hinaus auch von der NRW-Stiftung.

Die Idee dazu, das 1000-jährige Jubiläum der Gemeinde mit einem Buch zu flankieren, ist Hubert Kersting vor ungefähr zwei Jahren gekommen. Schnell nahm er auch seinen Heimatfreund Heinz Hüning mit ins Boot. Regelmäßig haben sie sich seitdem zu Redaktionssitzungen getroffen. Zu welchen Themen gibt es schon Aufsätze über die Geschichte Nordkirchens? Wie lässt sich das alles gut zusammentragen, auf aktuellen Stand bringen? Welche Themen müssen noch beackert werden, wie soll das Layout aussehen, wo kann das Werk in Druck gehen? Das waren nur ein paar der Fragen, die die beiden dabei besprachen.

„Es soll ein lesbares Buch sein“

Wie viel Arbeit sie in das Werk gesteckt haben? Das ist schwer zu beziffern – ein Blick ins Buch zeigt aber: jede Menge! Auch ihren Frauen danken die beiden – dafür, dass sie so viel Verständnis hatten, beim Gegenlesen geholfen haben und ihnen den Rücken freigehalten haben.

Wichtig war den beiden Heimatforschern, dass das Buch kein trockenes, wissenschaftliches Werk sein soll. Sondern eins, das die Geschichten so erzählt, dass auch Laien sie verstehen und gerne lesen. „Es soll ein lesbares Buch sein“, fasst Hubert Kersting das zusammen. Die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde, Meilensteine in der Geschichte, vor allem aber viele lokale Geschichten aus der Historie Nordkirchens werden in dem Buch erzählt. Von dem Pferd Stronzian oder der Prrinz-Heinrich-Fahrt. Von der Geschichte der Kinderheilstätte oder dem Schicksal der Familie Spiegel.

Sogar im Urlaub, so sagt es Hubert Kersting, habe mit den Unterlagen auf dem Schoß gesessen und habe an dem Buch gearbeitet. Dass sich die viele Arbeiten am Ende gelohnt haben wird, da ist sich Hubert Kersting sicher. „Dieses Buch“, sagt er und klopft auf den Rücken des Werkes, „das wird auch in 100 oder 200 Jahren noch da sein. Das ist etwas für zig Generationen.“

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Ich mag Geschichten. Lieber als die historischen und fiktionalen sind mir dabei noch die aktuellen und echten. Deshalb bin ich seit 2009 im Lokaljournalismus zu Hause.
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