Aktion für Geflüchtete

Aktion Sicherer Hafen: Fahrraddemo von Nordkirchen nach Münster geplant

Geflüchteten einen sicheren Hafen bieten - das möchte die Aktion Seebrücke. Für das Wochenende rufen die Initiatoren zu einer Fahrraddemo auf. Fahrradgruppen der Region starten in Nordkirchen.
„Leave No One Behind" - Lasst niemanden zurück - steht auf dem Schild einer Demonstrantin. Geflüchteten zu helfen ist auch das Anliegen des Aktionsbündnis Seebrücke. Sie planen eine Fahrraddemo. © picture alliance/dpa

Einen sicheren Hafen für Geflüchtete schaffen, beziehungsweise mehr Geflüchtete in Städten und Gemeinden aufnehmen, die die Kapazitäten dafür haben. Das ist das Anliegen der Aktion Seebrücke.

Das überregionale Aktionsbündnis lädt im Juni zu einer Fahrrad-Demonstration ein. Am Samstag, 5. Juni und Sonntag 6. Juni radeln Menschen aus über 19 Städten und Gemeinden los, mit dem Ziel die laufenden Anträge zum Sicheren Hafen für Geflüchtete zu unterstützen und Menschen zum Handeln zu motivieren.

„Aus allen teilnehmenden Städten und Gemeinden starten Fahrraddemos, die am Ende in Münster zusammenfinden. Die Aktion stellt einen sichtbaren und lauten Protest gegen den politischen Kurs der Bundesregierung und der EU an den europäischen Außengrenzen dar. Sie setzt gleichzeitig auch ein Zeichen in den Kommunen, in welchen entsprechende Anträge sich zum Sicheren Hafen zu erklären, bislang abgelehnt wurden“, heißt es in der Pressemitteilung zu der Aktion.

In Nordkirchen startet die Fahrraddemo am Samstag, 5. Juni um 15 Uhr am Ludwig-Becker-Platz und geht über die Lüdinghauser Straße und Selmer Straße über die B 58 zum Rathaus in Lüdinghausen (Borg).

Dort treffen sich die Fahrradgruppen u.a. aus Coesfeld, Haltern und Dülmen. Von ca. 16 bis ca. 17.30 Uhr finden auf der Bühne vor dem Rathaus in Lüdinghausen eine Kundgebung und Musikbeiträge statt.

Von Lüdinghausen nach Münster

Am Sonntag, 6. Juni, geht es um 10 Uhr mit dem Fahrrad weiter von Lüdinghausen (Treffen bereits um 9.30 Uhr) über Senden nach Münster zur Abschlusskundgebung. Um 14.00 Uhr treffen sich alle Gruppen aus dem Münsterland auf dem Schlossplatz, wo eine Kundgebung stattfinden wird. Mit einer gemeinsamen Fahrt durch die Stadt zum Hafen endet die Demonstration zwischen 17 und 18 Uhr.

Über 250 Kommunen und Städte deutschlandweit sind bereits Sicherer Hafen für geflüchtete Menschen. Darunter Kommunen wie Emsdetten, Münster, Sendenhorst und Osnabrück. Viele weitere Kommunen können sich jetzt sofort entscheiden – z. B. durch vorliegende Anträge – sich dem Bündnis der Städte Sicherer Häfen anzuschließen, um Menschen auf der Flucht ein menschenwürdiges und sicheres Zuhause zu bieten.

Haltern am Abend

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