Kehrseite des Karnevals in Nordkirchen: Brüder in Gewahrsam, 14-Jährige unsittlich berührt

Umzug

Die Karnevalsumzüge in Olfen und Nordkirchen machen aus Sicht der Kreispolizei „den meisten Ärger“ im Kreis - der diesjährige Umzug in Nordkirchen bestätigte die Einschätzung.

Nordkirchen

, 26.02.2020, 15:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beim Karneval in Nordkirchen kam es zu zwei größeren Vorfällen. Unter anderem wurde eine 14-Jährige unsittlich berührt. Unser Bild ist ein Symbolbild vom Umzug und zeigt keinen der Beteiligten.

Beim Karneval in Nordkirchen kam es zu zwei größeren Vorfällen. Unter anderem wurde eine 14-Jährige unsittlich berührt. Unser Bild ist ein Symbolbild vom Umzug und zeigt keinen der Beteiligten. © Lena Zschirpe

Der Karnevalsumzug in Nordkirchen ist seit vielen Jahren ein beliebter Treffpunkt gerade auch für die Menschen, die viele Jahre in der Schlossgemeinde gewohnt haben und irgendwann in einen anderen Ort gezogen sind. Doch zum Umzug kommen sie wieder zurück. Sie lieben den integrativen Ansatz und die fröhliche Stimmung.

Allerdings gibt es bei Großveranstaltungen wie Umzügen auch immer wieder Menschen, die - meist unter dem Einfluss von zu viel Alkohol - über die Stränge schlagen. Die Polizei berichtete am Mittwoch von zwei traurigen Vorfällen.

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14-jähriges Mädchen beim Umzug unsittlich berührt

Strafanzeige ist am Dienstag erstattet worden, nachdem ein 14-jähriges Mädchen sexuell belästigt worden war. „Es ist unsittlich berührt worden“, erklärte die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Coesfeld am Mittwoch. Zum Täter machte sie keine Aussage.

Am Rande des Umzugs gab es zudem einen in der Region eher ungewöhnlichen Fall. „Ein 25-jähriger Nordkirchener hat eine gefährliche Körperverletzung begangen“, berichtet Pressesprecherin Britta Venker. Der junge Mann wurde deshalb festgenommen.

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Sein 22-jähriger Bruder war damit allerdings nicht einverstanden. Nach Auskunft der Polizei hat er versucht, seinen Bruder zu befreien. Am Ende landeten beide Brüder in Gewahrsam. Sie müssen sich jetzt wegen verschiedener Delikte (Widerstand gegen Festnahme, Gefangenenbefreiuung und Körperverletzung) verantworten.

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