Bauen in Capelle: Gemeinde nennt das Ziel, wann die ersten Häuser gebaut werden können

hzBaugebiet Wohr

Im Baugebiet Wohr könnten im Herbst die ersten Häuser gebaut werden. Die Frage ist nur, welche Art von Häusern entstehen sollen und wie ein heiß diskutiertes Thema umgesetzt werden kann.

Capelle

, 25.01.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bebauungsplan „Wohr“ in Capelle ist die Voraussetzung dafür, dass eine ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche am östlichen Dorfrand von Capelle bebaut werden kann. Das hat auch zur Folge, dass der Flächennutzungsplan geändert werden muss. Beides hat die Nordkirchener Politik entsprechend beschlossen. Gegen zwei Stimmen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Zurzeit ist die Verwaltung laut Bauamtsleiter Josef Klaas dabei, „die Ausschreibung für die Erschließungsarbeiten zu vervollständigen“. Die Arbeiten dazu sollen im Juli starten. „So dass wir dann im Sommer in die Lage versetzt werden, Baugrundstücke zu vergeben.“ Ziel sei, „dass im Herbst Häuschen gebaut werden können“.

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Uta Spräner wies für Bündnis 90/Die Grüne auf eine Entscheidung des Nordkirchener Rates hin, dass Klimaschutz eine hohe Priorität habe und bei allen Entscheidungen berücksichtigt werden solle. Aber: „Der Bebauungsplan Wohr, wie er uns jetzt vorgestellt worden ist, stellt in keinster Weise Klimaschutz dar.“ Der B-Plan sei lediglich ein „Klimastörfaktor minimierender Plan“, so die Politikerin. So solle man sich zum Beispiel lieber auf Gründächer festlegen, statt es jedem Häuslebauer selbst überlassen, ob er es tut oder nicht.“Wir sollten ein aktives Zeichen für den Klimaschutz setzen.“

Bauen in Capelle: Gemeinde nennt das Ziel, wann die ersten Häuser gebaut werden können

Angrenzend an die bestehende Bebauung soll das Neubaugebiet in Capelle entstehen. © Arndt Brede

Zur Verwaltungshaltung für die freiwillige Entscheidung erklärte Bauamtschef Klaas: „Es wird ja niemand gehindert, ein begrüntes Dach zu machen.“

Uta Spräner schlug vor, den Investoren beim Baupreis entgegen zu kommen, wenn sie zum Beispiel ein Gründach bauen.

„Wir haben ja schon einiges festgelegt für den Klimaschutz“, erklärte Gereon Stierl für die SPD. So werde die Versiegelung der Vorgärten nicht mehr zugelassen. Bedenken hat die SPD bei der Pflanzliste, also der Liste die potenzielle Baum- und Pflanzenarten darstellt, die für das Baugebiet geeignet seien. „In der Liste stehe ja die Eiche. „Wir sehen das Problem des Eichenprozessionsspinner als nicht ganz unerheblich und nicht als vorübergehend an“, so Stierl. Weil es sich um ein Wohngebiet handele, sei die SPD dafür, die Eiche aus der Pflanzliste zu entfernen.

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„Der Eichenprozessionsspinner ist im Moment ein Problem“, sagte Josef Klaas. Das solle aber nicht zum Maßstab genommen werden. Das Problem ebbe auch wieder ab. Die Verwaltung wolle zudem verhindern, dass wegen der Streichung der Eiche aus der Pflanzliste der gesamte Bebauungsplan aufwendig geändert werden muss. Deshalb bot Klaas an, im Protokoll zur Ausschusssitzung zuzusichern, dass Eichen im Baugebiet Wohr nicht gepflanzt werden.

Die CDU in Person von Thomas Quante stimmte Uta Spräner zu, dass man finanzielle Anreize für Bauherren in Sachen regenerative Energien schaffen solle.

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