Baugebiet Capeller Straße: Im Herbst sollen Erschließungsarbeiten starten

hzNeues Baugebiet

Wenn alles gut läuft, geht es im Herbst los mit dem Baugebiet Capeller Straße in Südkirchen. Der straffe Zeitplan ist der Gemeinde wichtig: Damit Familien noch das Baukindergeld nutzen können.

Südkirchen

, 20.08.2020, 11:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon im Herbst könnten die Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet Capeller Straße in Südkirchen starten. Zumindest, wenn alles so läuft, wie von der Gemeindeverwaltung geplant. Bei der vorgeschriebenen öffentlichen Auslegung der Pläne gab es keine Anregungen. Die notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes für die vormals landwirtschaftlich genutzte Fläche und die Aufstellung eines Bebauungsplanes hat der Bauausschuss der Gemeinde dem Rat in seiner letzten Sitzung am Dienstag (18. August) zum Beschluss vorgeschlagen. Nur die Fraktion der Grünen stimmte dagegen. So war es dann auch im Rat am 20. August: Mit den Gegenstimmen der Grünen fassten die Ratsmitglieder den Beschluss zur Bebauungsplanes.

Baukindergeld kann man nur noch dieses Jahr in Anspruch nehmen

Jetzt wandert dieser Beschluss weiter zur Bezirksregierung, die auch noch mal alles genehmigen muss. Gleichzeitig sollen laut Plan der Gemeinde schon die Ausschreibungen für die Tiefbauarbeiten (Kanal und Straße) vorbereitet werden. „Im günstigsten Fall“, so heißt es in den Ausschuss-Unterlagen, können dann schon im Herbst die ersten Erschließungsarbeiten stattfinden. Außerdem könnten dann auch noch in diesem Jahr Kaufverträge geschlossen und Baugenehmigungen erteilt werden. Dass das dieses Jahr noch passiert, ist der Gemeinde wichtig: „Die Verwaltung ist bemüht, diesen Zeitplan einzuhalten, um allen Bauherren noch die Möglichkeit zu bieten, das nur noch bis Ende des Jahres laufende Baukindergeld in Anspruch zu nehmen können.“

Das Baukindergeld ist eine staatliche Förderung für Familien, die neu bauen wollen.

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Im Baugebiet an der Capeller Straße dürfen neben Einfamilienhäusern auch Doppelhäuser und Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Und Tiny Häuser. Oder „kleine Häuschen“, wie Bauamtsleiter Josef Klass diese Wohnform bewusst nannte. Die kleinen Häuser sollen in Südkirchen nämlich ein bisschen größer sein dürfen, als Tiny Häuser das üblicherweise sind. 80 Quadratmeter Fläche dürfen sie im neuen Baugebiet maximal haben - sonst sind Tiny Houeses circa 10 bis 55 Quadratmeter groß.

Es soll kein „Mischmasch“ entstehen in der Tiny-House-Siedlung

Im Herbst soll es noch mal eine Info-Veranstaltung dazu geben. Vorab hatten sich schon zwölf Interessenten für die doch etwas ungewöhnliche neue Wohnform in Südkirchen bei der Gemeinde gemeldet.

Dass durch die vielen kleinen Häuser ein großes „Mischmasch“ im Baugebiet entsteht - so eine von Thomas Quante von der CDU vorgebrachte Befürchtung - will die Gemeinde durch ein paar Leitlinien und Grundbedingungen verhindern. Fahrbare Häuschen sollen so ausgeschlossen sein, es soll einen gemeinsamen Parkplatz geben und beispielsweise gemeinsame Standorte für Mülltonnen. Außerdem werden zwei örtliche Architekten Vorschläge für die Gestaltung der Häuser machen.

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