Baustoffhandel Bücker in Nordkirchen stellt ab sofort sein Sortiment um

hzBaugewerbe

Mit dem Baustoffhandel hat die Bücker Gruppe vor rund 70 Jahren begonnen. Jetzt stellt sie ihr Sortiment in diesem Bereich um und kündigt im selben Zuge eine neue Kooperation an.

Südkirchen

, 04.08.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem Baustoffhandel startete die Bücker Gruppe vor rund 70 Jahren ihr Geschäft. Jetzt steht dem ältesten Zweig des Unternehmens mit Sitz an der Capeller Straße in Südkirchen eine große Veränderung bevor, wie Marco Bücker (39) im Gespräch mit der Redaktion sagt. Gemeinsam mit seinem Bruder Ingo Bücker leitet er die Bücker Gruppe, die mittlerweile neben dem Baustoffhandel auch aus einem Logistik-, einem Bau- und einem Immobilienunternehmen besteht.

„Im Zuge der strategischen Ausrichtung der Bücker Gruppe wird die Baustoffe Bücker GmbH den Handel mit Hochbaustoffen im September einstellen“, kündigt Bücker an. Privatkunden seien davon weniger betroffen als vielmehr Firmenkunden, die Baumaterialien von dem Südkirchener Baustoffhandel bezogen haben, erklärt er. Die von Privatkunden eher gefragten sogenannten Schüttgüter, wie beispielsweise Sand, Kies oder Schotter, werde es auch in Zukunft in dem Baustoffhandel geben, fügt der Geschäftsführer hinzu. Der Handel und der Lager-Verkauf dieser Güter blieben am Standort an der Capeller Straße weiterhin erhalten.

Jetzt lesen

Was den Vertrieb von Hochbaustoffen angeht hat das Unternehmen eine Kooperation mit dem Baustoffhandel Agravis in Lüdinghausen abgeschlossen. Diese besteht bereits seit August. Dadurch hätten Kunden in Zukunft die Möglichkeit, von dort Material zu beziehen. Parallel planen beide Partner eine enge Zusammenarbeit hinsichtlich der Belieferung mit Schüttgütern.

Geschäft mit Hochbaustoffen wird seit Jahren schwieriger

Der Grund dafür, das Geschäft in Nordkirchen umzustellen und eine Partnerschaft mit Agravis einzugehen sei, das seit Jahren immer schwieriger werdende Geschäft mit Baustoffen, wie Marco Bücker erklärt. Dazu würden die stetig wachsenden großen Handelsketten, der zunehmende Online Handel sowie die Konkurrenz der Baumärkte beitragen. Waren Baumärkte früher mehr auf Privatkunden ausgerichtet, so hätten sie sich mittlerweile auch auf den Handel mit Unternehmen konzentriert, beschreibt der 39-Jährige weiter. „Die Konkurrenz ist bei den Hochbaustoffen besonders groß“, fasst Bücker zusammen.

Jetzt lesen

Ein weiterer Punkt: Fertighäuser würden im privaten Hausbau immer beliebter. Große Teile der Häuser würden fertig geliefert, Hochbaustoffe seien deshalb weniger gefragt.

Wichtig sei dem Unternehmen, dass sich bis auf das Sortiment nichts ändere. Die Lagerbestände in Nordkirchen werden jetzt nach und nach abgebaut. Aber: „Es wird keinen Resteverkauf geben“, macht Bücker deutlich. Agravis übernehme die Restbestände aus Nordkirchen. Eine Beratung für Hochbaustoffe gebe es ab sofort nicht mehr, „wobei für die Kunden nun schon die Möglichkeit bestehe, sich für neue Anfragen und Beratungen an den Kooperationspartner Agravis in Lüdinghausen zu wenden“, so Bücker.

In Zukunft konzentriere sich die Bücker Gruppe auf die Kernbereiche Schüttgut-Handel, Logistik, Entsorgung, Schlüsselfertigbau und Immobilienentwicklung, um diese weiter auszubauen, kündigt Marco Bücker an.

Lesen Sie jetzt