Klimaschutz

Bürger mischen beim Nordkirchener Klimaschutzkonzept kräftig mit

Klimaschutz: Ein großes Wort. Wie kann es gelingen, dieses Wort mit Inhalt zu füllen? In Nordkirchen nehmen Gemeindeverwaltung und Politik diejenigen mit ins Boot, die es betrifft: die Bürger.
Die Schlösserachse bietet schon viele Bäume. Einige Bürger sagen, es müsse noch mehr Bäume im Gemeindegebiet geben als bisher schon. © Arndt Brede (Archiv)

Viele für die Gemeinde Nordkirchen wertvolle Vorschläge hat die jüngste Ideenwerkstatt zum Klimaschutzkonzept geliefert. Fast 40 Bürgerinnen und Bürger folgten dem Aufruf der Gemeinde und nahmen an der Diskussionsrunde teil, bei dem auch der aktuelle Stand des Klimaschutzkonzeptes vorgestellt wurde.

Begleitet wird die Gemeinde Nordkirchen dabei durch das Fachbüro Gertec aus Essen. Geschäftsführer Andreas Hübner stellte an dem Abend vor, welche Energie- und Treibhausgasbilanz die Gemeinde erzielt und wo Gertec Potenziale sieht, Energie einzuspeichern, oder energieeffizienter zu werden. So hat das Fachbüro beispielsweise in den Bereichen Wind- und Sonnenenergie die größten Einsparpotenziale bei den erneuerbaren Energien ermittelt.

Insgesamt legt die Gemeinde dem Klimaschutzkonzept nach Auskunft von Gemeindesprecher Karim Laouari sieben Handlungsfelder zu Grunde – sie sind die entscheidenden Bausteine, die das Konzept tragen sollen:

Kommunales Energie- und Ressourcenmanagement; erneuerbare Energien und Energieeffizienz; Bauen und Wohnen; Wirtschaft/kleinere und mittlere Unternehmen (KMU); Mobilität; Nachhaltigkeit und Lebensstile; Bildung.

Bürgermeister Dietmar Bergmann und Klimaschutzbeauftragte Janine Eßmann machten während des Workshops dabei deutlich, dass ein Klimaschutzkonzept alleine noch nicht ausreicht: „Wir brauchen Ihre Unterstützung“, appellierte Bergmann an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Nicht nur die Ideen der Menschen in Nordkirchen sind wichtig, sondern auch deren aktives Engagement beim Klima- und Naturschutz.

Bürger waren gut vorbereitet

Die Bürgerinnen und Bürger kamen an dem Abend gut vorbereitet in das Forum der Johann-Conrad-Schlaun-Schule. Am Ende füllten sich mehrere Whiteboards mit Zetteln, auf denen Ideen und Vorschläge zusammenkamen, wie in der Schlossgemeinde mehr Klimaschutz möglich wäre. Das sind einige der Vorschläge:

  • Besseren Radwegestrukturen,
  • mehr Bäume im Gemeindegebiet,
  • Vorschriften an Bauherren für ökologischere Bauweisen,
  • bessere Angebote für regionale Lebensmittel,
  • Förderung von Photovoltaikanlagen durch die Gemeinde.

Einige Vorschläge, wie bessere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder am Capeller Bahnhof, ein breiteres Mobilitätsangebot oder eine gemeinsame Wärmeversorgung in Wohngebieten sind bereits in der Umsetzung bzw. in der Planung. Bei anderen Ideen setzt die Gemeinde auch auf das Engagement der Bürgerinnen und Bürger, denn nur gemeinsam lässt sich das Thema Klimaschutz in Nordkirchen am Ende erfolgreich umsetzen.

Wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Die Ideenwerkstatt ist aus Sicht der Klimaschutzbeauftragten Janine Eßmann ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gewesen. Die große Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger habe gezeigt, dass das Thema Klimaschutz für die Menschen in Nordkirchen ein wichtiges ist und die Bereitschaft da ist, daran aktiv mitzuwirken. „Jetzt freue ich mich auf viele gemeinsame Projekte, um den Klimaschutz in Nordkirchen voranzutreiben“, sagt Eßmann.

Wer die Ideenwerkstatt verpasst hat, aber trotzdem aktiv beim Klimaschutz mitgestalten möchte, kann sich bei Janine Eßmann im Rathaus melden, unter Tel. (02596) 917 237, oder per E-Mail an janine.essmann@nordkirchen.de

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