Coliforme Bakterien im Trinkwasser entdeckt

Wasserwerk Haltern

Im Trinkwasser des Wasserwerks Haltern sind coliforme Bakterien entdeckt worden. Betroffen sind mehrere Städte und Gemeinden - darunter auch Nordkirchen. Nun wird das Wasser mit Chlorbleichlauge desinfiziert. Gesundheitliche Folgen drohen allerdings nicht.

HALTERN/ NORDKIRCHEN

, 25.05.2016, 17:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
ARCHIV - Ein Tropfen Wasser kommt am 21.03.2013 aus einem Wasserhahn in Frankfurt (Oder) (Brandenburg). Das Trinkwasser in Teilen Königs Wusterhausens ist mit Bakterien verunreinigt. Foto: Patrick Pleul/dpa (zu lbn vom 10.10.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++

ARCHIV - Ein Tropfen Wasser kommt am 21.03.2013 aus einem Wasserhahn in Frankfurt (Oder) (Brandenburg). Das Trinkwasser in Teilen Königs Wusterhausens ist mit Bakterien verunreinigt. Foto: Patrick Pleul/dpa (zu lbn vom 10.10.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Das ist nicht prickelnd, aber doch eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie Gelsenwasser in einer Pressemitteilung erklärt. Das Versorgungsunternehmen teilte mit, dass im Trinkwasser des Wasserwerks Haltern coliforme Bakterien entdeckt worden seien. Einzelne Analysen hätten diesen Befund ergeben. In drei Proben wurden bis zu zwei Bakterien auf 100 Milliliter Wasser nachgewiesen. Der Grenzwert liegt für Trinkwasser bei Null, deshalb wird das Wasser ab sofort vorsorglich mit Chlorbleichlauge desinfiziert. Hinweise auf Fehler in der Wasseraufbereitung oder Auffälligkeiten im Werk gebe es bisher nicht, teilt die Gelsenwasser AG mit.

Ursachen noch unklar

Zu den möglichen Ursachen konnte Gelsenwasser gestern noch keine Angaben machen. „Unsere Experten sind vor Ort dabei, das herauszufinden“, sagte Pressesprecherin Heidrun Becker. „Der lange Versickerungsweg durch die Halterner Sande sorgt normalerweise dafür, dass Bakterien, die zuvor im Wasser sind, nicht mehr im Trinkwasser auftauchen. Mögliche andere Ursachen könnten die Probenentnahme, das verwendete Material oder auch der Analyseweg sein“, ergänzt Pressesprecher Felix Wirtz.

Wasser weiterhin nutzbar

Trotzdem sei das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Haltern weiterhin einwandfrei und könne für alle Anwendungen im Haushalt genutzt werden, auch zur Lebensmittel-Zubereitung.

Und was ist mit Babynahrung? Laut Gelsenwasser kann auch Babynahrung unbedenklich auf dem üblichen Weg mit dem Wasser aus Haltern zubereitet werden. Empfindliche Personen nähmen allerdings möglicherweise den Chlor-Zusatz geruchlich wahr. Aber auch das sei kein Anlass zur Besorgnis, versichert Gelsenwasser. Nach eigenen Angaben steht der Versorger in ständigem Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt Recklinghausen und stimmt alle Maßnahmen ab.

Diese Städte und Gemeinden sind betroffen 
Die Gelsenwasser AG versorgt mit dem Trinkwasser aus dem Wasserwerk Haltern unter anderem Haltern am See, Gelsenkirchen, Recklinghausen, Marl, Oer-Erkenschwick, Waltrop, Herten, Castrop-Rauxel (dort sind nur die Stadtteile Becklem, Henrichenburg, Pöppinghausen, Habinghorst, Ickern und Bladenhorst betroffen), Datteln, Selm, Olfen, Nordkirchen (westlich der Weischerstraße inklusive Gewerbegebiet Aspastraße), Lüdinghausen, Senden, Altenberge und Havixbeck.

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