Virus-Mutation nun auch im Kreis Coesfeld angekommen

Coronavirus

Nun steht fest: Auch im Kreis Coesfeld gibt es erste Fälle der Mutation mit dem Coronavirus. Sie sind bei drei Personen aus Coesfeld nachgewiesen worden. Coesfelds Landrat hat einen Appell.

Nordkirchen, Olfen, Herbern

, 04.02.2021, 14:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Kreis Coesfeld wurden Mutationen des Coroanvirus festgestellt.

Im Kreis Coesfeld wurden Mutationen des Coroanvirus festgestellt. © dpa

Am Mittwoch handelte es sich noch um Verdachtsfälle, nun herrscht Gewissheit: Die Virus-Mutationen des Coronavirus sind auch im Kreis Coesfeld angekommen. Drei Personen aus dem Kreis, die mit infizierten Personen aus dem Kreis Borken Kontakt hatten, haben sich infiziert. Das teilt der Kreis Coesfeld mit.

Es handelt sich dabei um die ersten Fälle im Kreis Coesfeld, bei denen nachweislich eine Mutation mit dem Virus festgestellt worden ist. „Um welche Variante es sich handelt, wird derzeit durch ein Sequenzierungsverfahren in einem externen Labor analysiert“, so der Kreis in der Mitteilung. Einen Tag zuvor hatte der Kreis mitgeteilt, dass bei zwei Personen Coronatest positiv gewesen ist, der Nachweis auf das Virus stand aber noch aus. Bei der dritten Person stand auch noch das Ergebnis des Coronatests selbst aus.

Disziplin der Bevölkerung weiterhin gefragt

„In Anbetracht der neuen Erkenntnisse über das Auftreten von Mutationen, müssen wir zum Schutz aller Bevölkerungsteile an unserer Strategie weiter festhalten“, äußert sich Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Die Disziplin der Bürgerinnen und Bürger habe auch zu dem niedrigen Inzidenzwert beigetragen.

„Jetzt gilt es besonders die Abstands- und Hygieneregel einzuhalten und die Masken zu tragen“, appelliert der Landrat. Bei den Mutationen wird mit einem größeren Ausbreitungspotenzial gerechnet, als bei der ursprünglichen Variante des Corona-Virus. Die bisherigen Forschungsergebnisse lassen vermuten, dass die bisher eingesetzten Impfstoffe auch gegen die genetisch veränderten Viren wirksam sind.

Die betroffenen Personen kommen aus der Stadt Coesfeld. Für sie wurde unmittelbar nach dem Bekanntwerden des Kontakts mit den Personen aus dem Kreis Borken eine 14-tägige häusliche Quarantäne vom Gesundheitsamt angeordnet. Gleiches gelte für ihre fünf direkten Kontaktpersonen aus dem Kreis Coesfeld, die im Zuge der Kontaktnachverfolgung ermittelt wurden.

„Die Infizierten müssen nach dem Fristende einen negativen Corona-Test nachweisen, damit die Quarantäne aufgehoben werden kann“, teilt der Kreis außerdem mit. Die Kontaktpersonen können nach Ablauf der Quarantäne diese auch ohne Testung verlassen, wenn sie symptomfrei sind. Eine Testung per se ist für diesen Personenkreis nicht vorgesehen, da sie bei Einhalten der Quarantäne keine weiteren Personen anstecken können. Bisher waren Virus-Mutationen bereits im Kreis Recklinghausen und im Kreis Borken bei Menschen festgestellt worden.

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