Darum will sich das Land NRW von der Villa Altendorf in Nordkirchen trennen

hzNeues zur Villa

Der geplante Verkauf der Villa Altendorf in Nordkirchen schlägt hohe Wellen. Das große Grundstück weckt viele Fantasien und teilweise großes Unverständnis.

Nordkirchen

, 30.10.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) hatte intern großen Abstimmungsbedarf, warum sich das Land von der Villa Altendorf trennen will. Von einem Gebäude in bester Lage. Von einer Villa mit einem prächtigen Grundstück - in direkter Nähe zur Fachhochschule für Finanzen.

Die Fakten sind schnell genannt: „In dem Gebäude wurden insgesamt 21 Zimmer zur Unterbringung genutzt – bei maximaler Belegung waren dort übergangsweise 33 Personen untergebracht (neun Einzel- und zwölf Doppelzimmer)“, schreibt Tim Irion, stellvertretender Leiter Presse und Kommunikation beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW.

Fachhochschule für Finanzen hat Mietvertrag gekündigt

Von 2003 bis Ende 2017 hatte die Fachhochschule für Finanzen die Villa Altendorf als Studierendenwohnheim genutzt, berichtet der BLB weiter. Dann wird es spannend. Die Pressestelle äußert sich zu der Frage, warum das Gebäude nicht mehr als Studentenwohnheim genutzt wird - obwohl aktuell Zimmer fehlen.

„Die Fachhochschule für Finanzen hat den Mietvertrag gekündigt, da das Gebäude altersbedingt sanierungsbedürftig ist und nicht mehr den Ansprüchen an zeitgemäße Unterkünfte genügt“, heißt es in der schriftlichen Mitteilung des Bau- und Liegenschaftsbetrieb.

Land hat die Villa Altendorf 1986 gekauft

Die Villa Altendorf (Baujahr 1873) befindet sich übrigens seit dem Jahr 1986 im Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen. „Der BLB NRW kümmert sich im Auftrag des Landes um einen Verkauf, zu dem sich das Land unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten entschieden hat“, erklärt Tim Irion.

Für mögliche Interessenten hat das Land bereits einen Besichtigungstermin veranstaltet. Auch jetzt weist der BLB erneut darauf hin, dass „zukünftige Nutzungen oder Veränderungen der Erwerber mit der lokalen Bauverwaltung abstimmen müsste.“

Gemeinde steigt nicht mit ein in das Bieterverfahren

Die Gemeinde Nordkirchen hat sich bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt, hat sich über die Bausubstanz informiert und mögliche Nutzungsformen intern diskutiert. Am Ende stand jedoch das klare Votum, nicht mit in das Bieterverfahren einsteigen zu wollen.

Die Frist zur Abgabe eines ersten Kaufpreisangebotes läuft am Donnerstag, 31. Oktober, ab. Als Mindestkaufpreis hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW 160.000 Euro aufgerufen. Dass für diese Summe das Objekt den Besitzer wechselt, erscheint eher unwahrscheinlich.

Das Verfahren besteht in der Regel aus zwei bis drei Runden. In der Regel steigt der Preis natürlich von Runde zu Runde. Wenn es sich um die letzte Bieterrunde handelt, informiert der BLB NRW alle Bieter über diesen Umstand, sodass sie ein letztes Angebot abgeben können.

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