Digital statt Zettelwirtschaft? Kreis Coesfeld denkt über neue App nach

Redakteur
Die Luca-App ist bereits in Mecklenburg-Vorpommern oder im Kreis Warendorf im Einsatz, um Kontakte leichter nachvollziehen zu können. Jetzt plant auch der Kreis Coesfeld den Einsatz der App.
Die Luca-App ist bereits in Mecklenburg-Vorpommern oder im Kreis Warendorf im Einsatz, um Kontakte leichter nachvollziehen zu können. Jetzt plant auch der Kreis Coesfeld den Einsatz der App. © picture alliance/dpa
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Wer in den vergangenen Tagen beispielsweise in Baumärkten einkaufen wollte, musste sich nicht in allen Fällen vorher einen Termin abstimmen. Oft reichte es, einen Zettel auszufüllen – und schon konnte die Suche nach der fehlenden Schraube oder einer neuen Bohrmaschine beginnen. Der Kreis Warendorf hat sich auf den Weg gemacht, um der Zettelwirtschaft Einhalt zu gebieten.

„Das Check-in System ´luca´ ermöglicht im Kreis Warendorf eine schnelle und datenschutzkonforme Kontaktnachverfolgung, um Corona-Infektionsketten zu unterbrechen“, heißt es auf der Internetseite des Nachbarkreises. Auch die Datensicherheit sei gegeben.

„Die Luca-App ist eine sinnvolle digitale Möglichkeit, die Kontaktnachverfolgung durch das Gesundheitsamt zu erleichtern“, sagt der Coesfelder Kreisdirektor Dr. Linus Tepe. Auch andere Produkte könnten die Arbeit der Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung nachhaltig entlasten. Insoweit sei die Verwaltung nicht auf die Luca-App festgelegt, sondern werde vergleichbare Anbieter prüfen.

Anfang der Woche hat der Kreis Coesfeld Kontakt zur Herstellerfirma aufgenommen, um entsprechende Vereinbarungen zu verhandeln. „Finale Gespräche sollen spätestens Anfang kommender Woche stattgefunden haben“, teilt der Kreis Coesfeld schriftlich mit. Er weist gleichzeitig darauf hin, dass mit den weitergehenden Öffnungen des Einzelhandels im Kreis Coesfeld die Luca-App „nicht im unmittelbaren Zusammenhang steht.“

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