Wie groß darf ein Vereinsheim sein? Diskussion um Neubau am Sportplatz des FC Nordkirchen

hzFC Nordkirchen

Für ein neues Gebäude auf dem Gelände des FC Nordkirchen möchte die Gemeinde den Verein mit 350.000 Euro unterstützen. Die Größe eines Raumes sorgte im Ausschuss für einige Diskussionen.

Nordkirchen

, 06.12.2019, 14:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Pavillon neben dem Vereinsheim des FC Nordkirchen hat seine besten Jahre bereits hinter sich. Sowohl außen als auch innen ist das Gebäude in einem schlechten Zustand. Ein neues Gebäude soll her - unter anderem mit Umkleiden und einem Lagerraum. Auch ein Clubheim ist geplant. Dessen Größe sorgte nun für Diskussionen.

264,52 Quadratmeter sind aktuell für den Neubau auf dem Gelände des FC Nordkirchen geplant. 81,43 Quadratmeter soll - nach den aktuellen Planungen - das Clubheim groß werden. Zu viel, so die Meinung mehrerer Mitglieder des Ausschusses für Familie, Schule, Sport und Kultur, der am Donnerstag, 5. Dezember, tagte.

Konzept mit gesamtem Verein abgesprochen

Sowohl die UWG als auch die Grünen äußerten Bedenken bezüglich der Größe. Sie regten an, die Gebäudeplanung noch mal zu überdenken und das Clubheim womöglich kleiner und den Lagerraum größer zu gestalten. Gründe nannten sie gleich mehrere.

Zum einen gebe es keinen Platz für die Leichtathleten des Vereins und ihre Ausrüstung, merkte die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Nordkirchen an. Das Konzept sei allerdings mit dem gesamten Verein abgesprochen, um zu gewährleisten, dass alle Abteilungen durch den Neubau auf dem Sportgelände ausreichend Platz erhalten, entgegnete Bürgermeister Dietmar Bergmann.

Uta Spräner von den Grünen äußerte allerdings noch eine weitere Sorge. Ein großes Clubheim könne von Vereinsmitgliedern auch genutzt werden, um private Feiern zu veranstalten. Und das könne auf Dauer ein Nachteil für die lokale Gastronomie werden.

Örtliche Gastronomie soll keine Konkurrenz bekommen

„Wir wollen der Gastronomie keine Konkurrenz machen“, sagte Bergmann. Gemeinsam mit Bauamtsleiter Josef Klaas betonte er, dass die Gemeinde darauf achten werde, dass es nicht ständig Privatveranstaltungen in dem Sportgebäude geben werde.

Diskutiert wurde auch über den Preis des Clubheims. Wie viel der größte Raum des neuen Gebäudes alleine kosten wird, konnte während des Ausschusses aber nicht geklärt werden. Insgesamt plant die Gemeinde Nordkirchen mit 350.000 Euro. Die eine Hälfte ist bereits im aktuellen Haushalt eingeplant, für 2020 sieht die Finanzplanung die zweite Hälfte vor.

Alles über 350.000 Euro übernimmt der FC Nordkirchen

Am Donnerstagabend ging es aber nicht um die generelle Zustimmung für das Baukonzept, sondern nur darum, die zweiten 175.000 Euro für den Haushalt 2020 einzuplanen. Über die genauen Raumaufteilungen könne auch im kommenden Jahr noch diskutiert werden, so Bergmann.

Letztendlich wurde dem Beschlussvorschlag einstimmig zugestimmt. Die Gemeinde unterstützt den FC Nordkirchen also mit insgesamt 350.000 Euro. „Den Rest bringt der Verein auf - ob durch Zuschüsse oder Muskelkraft“, sagte Nordkirchens Bürgermeister.

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