FC Nordkirchen wird noch auf neue Umkleideräume warten müssen

hzNeues Vereinsgebäude

Eine sechsstellige Summe hat die Gemeinde für ein neues Vereinsgebäude auf dem Sportplatz in Nordkirchen eingeplant. Außerdem sollten Fördermittel fließen. Da gibt es jetzt aber Probleme.

Nordkirchen

, 27.05.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der FC Nordkirchen soll auf dem Sportplatz am Schlosspark neue Umkleide-, Sanitär- und Schiedsrichterräume bekommen. Die Notwendigkeit hatte die Gemeindeverwaltung bereits Anfang Dezember 2019 im Sportausschuss zur Diskussion gebracht.

So sei das Vereinsheim - das frühere Jugend- und Kulturhaus Nordkirchen (Juno) - „baufällig und nicht zu sanieren“. Im Haushaltsplan für 2020 sind 350.000 Euro für einen Neubau eingeplant. Diese Summe deckt allerdings nur einen Teil der entstehenden Kosten, wie Bauamtsleiter Josef Klaas im Gespräch mit der Redaktion sagt.

Über 400.000 Euro Gesamtkosten realistisch

Mit den Planungskosten und dem Betrag, der für den Abriss des veralteten Containers anfallen wird, käme grob überschlagen voraussichtlich eine Summe von über 400.000 Euro zusammen, macht Klaas deutlich. Woher die noch fehlende Summe kommen soll, ist allerdings noch nicht abschließend geklärt.

Der Pavillon am Sportplatz des FC Nordkirchen ist besprüht und marode. Ein Neubau ist geplant.

Der Pavillon am Sportplatz des FC Nordkirchen ist besprüht und marode. Ein Neubau ist geplant. © Thomas Aschwer (Archiv)

Ein Ansatz der Gemeinde war es, das Förderprogramm des Landes „Moderne Sportstätte 2022“ anzuzapfen. Das Problem ist aber, dass Kommunen selbst das Programm nicht nutzen können, sondern nur Vereine. Der FC Nordkirchen ist allerdings gemäß der Richtlinien nicht berechtigt ist, die Förderung zu beantragen.

Vereine müssen 100 Prozent der laufenden Kosten tragen

So richtet sich das Programm zum einen an Vereine, die Eigentümer der jeweiligen Sportstätte sind. Das sei, so Klaas, in Nordkirchen nur beim Golfverein der Fall. Der habe allerdings keinen Bedarf angemeldet. Außerdem können Vereine und Sportverbände die Förderung beantragen, „die eine Sportstätte als wirtschaftlicher Träger gemietet oder gepachtet haben und ein langfristiges (mindestens zehn Jahre) Nutzungsrecht an der Sportstätte haben“. Auch hier falle der FC Nordkirchen raus - das Gleiche gilt übrigens und auch für den SC Capelle und den SV Südkirchen. Die Vereine trügen nämlich nicht 100 Prozent der anfallenden Kosten.

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Vielmehr kommt ein Teil des Geldes von den Vereinen, teils gibt es einen Zuschuss von der Gemeinde oder der Verein zahlt die anfallenden Nebenkosten des Sportplatzes.

Chance für eine Förderung im Jahr 2021 besteht

Was bedeutet das also für den Neubau-Plan des FC Nordkirchen? Im Grunde sei es der Gemeinde egal, woher der noch fehlende Betrag komme, um das Bauvorhaben umzusetzen. Das Landesprogramm hätte sich aber dafür angeboten, macht Josef Klaas deutlich. Ganz aufgeben müssen Verein und Gemeinde die Hoffnung nicht, dass das Land Fördermittel zur Verfügung stellt.

So bestehe die Möglichkeit, dass 2021 die Fördervoraussetzungen geändert werden und auch Kommunen antragsberechtigt werden. Das bedeutet allerdings auch, dass 2020 voraussichtlich noch kein neues Vereinsgebäude auf dem FCN-Gelände gebaut wird.

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