Feuerwehr befreit Pferd aus Pool

SÜDKIRCHEN Ein unfreiwilliges Bad nahm am Mittwochabend ein Pferd in Südkirchen. Das Kaltblut war gegen 18.30 Uhr über einen Weidezaun gesprungen und in einen mit Wasser gefüllten Swimmingpool gefallen.

von Von Theo Wolters

, 10.01.2008, 18:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dank der Freiwilligen Feuerwehr wurde es gegen 20.45 Uhr aus seiner Lage befreit. Es war ein ungewöhnlicher Einsatz für den Löschzug Südkirchen. Er rückte mit zwei Fahrzeugen und 19 Mann zum Hof an der Straße Geisbeck aus. Das Ausleuchten des Pools war kein Problem. Doch wie sollte das schwergewichtige Pferd aus seiner misslichen Lage befreit werden? An den Einsatz eines Krans war nicht zu denken. Während das recht nervöse Pferd von seinem Besitzer beruhigt wurde, pumpte die Wehr zunächst einmal den größten Teil des Wassers ab. Gleichzeitig überlegten die Verantwortlichen, wie man dem Pferd den Ausstieg erleichtern konnte.

Provisorische Treppe aus Europaletten

Es musste eine provisorische Treppe her. Und diese sollte mit stabilen Europaletten gebaut werden. Ein Südkirchener Unternehmen wurde um Hilfe gebeten. Gegen 19 Uhr traf dann auch ein LKW beladen mit Europaletten am Einsatzort ein. Die Mitglieder der Feuerwehr haben wohl bei ihren Einsätze schon viel getragen, doch an Paletten konnten sich niemand erinnern.

Eine besondere Aufgabe hatte Stefan Kampert, vor einigen Tagen erst zum Brandmeister befördert. Er durfte zu dem Kaltblut in den Pool steigen und sich als Treppen-Baumeister betätigen. "Wir mussten die Paletten allerdings noch zusätzlich verstärken und mit Decken abdecken", so Löschzugführer Thomas Quante.

Alles war hergerichtet, doch stellte sich nun die Frage, ob das Pferd denn die Hilfe in Anspruch nehmen würde Doch das Kaltblut war froh, endlich aus dem Pool zu kommen.

Pferd überstand Bad unversehrt

So hatte der Besitzer auch wenige Probleme, sein Kaltblut am Zügel aus dem Pool zu führen. Gegen 20.45 Uhr war das Pferd wieder in Freiheit. Thomas Quante: "Das Pferd hat das ungewöhnliche Bad unversehrt überstanden." Man habe ihm die Freude deutlich ansehen können.

Während das Pferd sich bei frischem Futter von dem Schock erholte, war der Einsatz der Wehr aber noch nicht beendet. Die Treppe musste wieder zurückgebaut, die Paletten verladen werden. Um 21.30 Uhr fuhr der Löschzug zum Gerätehaus zurück, ein ungewöhnlicher Einsatz war beendet.

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