Dank Spende: Leichter lernen mit Materialien für Leise-Lern-Raum

hzLensing Media Hilfswerk

Viele soziale Einrichtungen bekommen in der Corona-Krise kaum noch Spenden. Riesig war deshalb die Freude an der Maximilian-Kolbe-Förderschule über eine Spende des Lensing Media Hilfswerks.

Olfen

, 06.10.2020, 08:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 2017 fördert das Lensing Media Hilfswerk Bildungsprojekte in der Region - in diesem Jahr mit 1000 Euro ein Projekt der Maximilian-Kolbe-Förderschule in Nordkirchen. „2016 haben wir einen Leise-Lern-Raum eingerichtet“, berichtet Lehrerin Andrea Grahl.

Allerdings fehlten der Schule bislang bestimmte spezielle Arbeitsmittel, mit denen die Schüler sich auch auf die Arbeit in der Werkstatt vorbereiten konnten. Diese Lücke ist mit der Spende des Lensing Media Hilfswerks geschlossen worden.

Entsprechend groß war die Freude bei den Verantwortlichen der Schule und auch des bei diesem Projekt engagierten Fördervereins der Kinderheilstätte. Zusammen mit weiteren Fördergeldern ist ein Projekt realisiert worden, das Schüler nachhaltig unterstützt.

Auf reizarme und gut strukturierte Lernumgebung angewiesen

Die Bedeutung des Leise-Lern-Raums beschreibt Gisela Stöver te Kaat vom Sozialmarketing der Kinderheilstätte so: „Schüler mit Autismus und Wahrnehmungsstörungen sind in besonderem Maße auf eine reizarme und gut strukturieret Lernumgebung angewiesen, um Lernerfolge zu erzielen.“

Aus Sicht der Schule „ist es eine Freude zu sehen, wie es diesen Schülerinnen und Schülern in dieser reizarmten Umgebung mit eindeutigen visualisierten Strukturen viel besser gelingt, konzentriert und so selbstständig wie möglich zu arbeiten.“

Hilfreich seien hierbei einzelne abgeschirmte Arbeitsplätze, Gehörschutz, ein strukturierter Raum und im Notfall, Rückzugsmöglichkeiten.

Auch die systematische Anordnung von Aufgaben in Regalen sowie Zeitmesser, der die verbleibende Arbeitszeit sichtbar macht, leisten Vorhersehbarkeit sowie Übersicht über den Arbeitsablauf. Zusammen geben sie den Schülern damit Sicherheit.“

Aufgabenvermittlung durch Fotos hilft Schülerinnen und Schülern

Eingerichtet ist der Raum dabei nach dem TEACCH-Ansatz und kann damit Fragen beantworten, die viele Schüler mit Autismus besonders beschäftigen: Wo muss ich hin? Wo soll ich mich aufhalten? Wie lange dauert das? Wie fange ich an? Wie geht es weiter? Deshalb sind auch die neu angeschafften Arbeitsmaterialien klar strukturiert und bieten eine Aufgabenvermittlung durch Fotos, die auch zur Selbstkontrolle genutzt werden können.

Angeschafft worden sind auch StArk-Kisten - das sind strukturierte Arbeitskisten. Der neue Gehörschutz erleichtert es vielen Schülern, sich auf Aufgaben zu konzentrieren, denn eine Geräuschüberempfindlichkeit kann nach Aussage des Lehrers Martin Marpe-Merten „dazu führen, dass die Schüler das Ticken der Uhr, das Rücken der Stühle oder ein Räuspern genauso laut hört wie die Stimme des Lehrers.“ Deshalb setze der TEACCH-Ansatz besonders auf Visualisierung. So werden Aufgaben durch Fotos erläutert.

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