Kinderheilstätte

Freiwilligendienst in der Kinderheilstätte Nordkirchen: Fürs Leben lernen

Die Kinderheilstätte Nordkirchen hat noch Plätze frei für Menschen, die einen Freiwilligendienst absolvieren möchten. Warum dieser Dienst wichtig ist, erzählen zwei junge Frauen.
Linn Schäper (links) und Landysh Mingalieva absolvieren ihren Freiwilligendienst in der Kinderheilstätte Nordkirchen.
Linn Schäper (links) und Landysh Mingalieva absolvieren ihren Freiwilligendienst in der Kinderheilstätte Nordkirchen. © Kinderheilstätte

Es gibt viele Gründe, nach der Schule einen Freiwilligendienst zu machen. Zwei junge Frauen, die derzeit die Kinderheilstätte unterstützen, erzählen von ihren Erfahrungen.

Die wichtigste Erkenntnis, die Linn Schäper in den vergangenen zehn Monaten gewonnen hat: „Es ist so wichtig, nicht nur das Offensichtliche zu sehen, sondern nach dem Grund zu suchen.“ Die 21-Jährige unterstützt in ihrem Bundesfreiwilligendienst (BFD) eine intensivpädagogische Klasse der Maximilian-Kolbe-Schule. In dieser Zeit hat sie viele neue Erfahrungen gesammelt und auch neue Sichtweisen kennengelernt, sagt Linn: „Ein Kind in meiner Klasse sagt nur ein einziges Wort, nämlich ,ja‘. Ich muss sehr genau hinhören, wie es dieses ,ja‘ sagt, denn es kann vieles bedeuten: ,Hallo‘, ,Wo bist du?‘, ,Ich habe Durst‘ oder auch einfach: ,ja‘.“

Austausch mit anderen

Außerdem hat Linn festgestellt, wie schön es ist, im Team zu arbeiten. Und auch der Austausch mit den anderen jungen Menschen, die mit ihr gemeinsam einen Freiwilligendienst in der Kinderheilstätte absolvieren, ist für sie entscheidend. Sie seien zu einer Gemeinschaft geworden, die sich auch außerhalb der Arbeit trifft. Untereinander seien neue Freundschaften entstanden. Nach ihrem BFD möchte Linn Sonderpädagogik studieren und hofft auf einen Studienplatz in der Nähe, damit sie weiterhin als Aushilfe in der Kinderheilstäte arbeiten kann.

Für die 24-jährige Landysh Mingalieva aus Russland hat das Abenteuer Kinderheilstätte erst vor knapp drei Monaten begonnen. Sie hat sich für einen BFD in der Wohngruppe Jugendstil entschieden. Dort unterstützt sie das Fachkräfteteam in der Betreuung, Pflege und vor allem bei der Freizeitbegleitung. „Ich wollte nach meinem Au-pair-Jahr bei einer deutschen Familie gerne meine Kenntnisse im Umgang mit Kindern erweitern, neue Bereiche kennenlernen“, erklärt Landysh ihre Motivation. Das erste Eis zwischen ihr und den Kindern und Jugendlichen war schnell gebrochen und Landysh freut sich, in der Gruppe hilfsbereite und nette Kolleginnen und Kollegen zu haben. Auch sie ist froh, dass sie im Personalwohnheim der Kinderheilstätte schnell Anschluss gefunden hat.

Aus allen Teilen der Welt

Hier lebt sie derzeit mit anderen jungen Menschen. 13 Freiwillige aus allen Teilen der Welt sind derzeit Teil des „Teams Heile“: Junge Menschen aus Südamerika, Afrika, Asien und Osteuropa machen ihren BFD in der Kinderheilstätte. So findet interkulturelles Lernen nicht nur während der Arbeitszeit oder in den begleitenden Bildungsseminaren statt. „Auch in unserer Freizeit machen wir Freiwilligen viel gemeinsam. Und im Austausch mit den Anderen kann ich meine Sprachkenntnisse erweitern und viel über junge Menschen aus Deutschland erfahren“, zählt Landysh einige der Vorteile auf.

Für alle, die in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung reinschnuppern möchten, die wertvolle Erfahrungen suchen, sich beruflich orientieren wollen, einen anderen Blick auf sich selbst und andere entwickeln möchten und sich gemeinsam mit anderen jungen Menschen neuen Aufgaben und Herausforderungen stellen wollen, sei ein Freiwilligendienst in der Kinderheilstätte eine gute Chance. Alle Informationen zum Freiwilligendienst gibt es im Internet unter jobs.kinderheilstaette.de/freiwilligendienst oder bei

Christine Krutwage, Tel. 02596 58-146, oder c.krutwage@kinderheilstaette.de.

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