Geotec Bohrtechnik erweitert sich mit Neubau in Nordkirchen

hzBohrgeräte-Spezialist

In den vergangenen zwölf Jahren hat sich die Geotec Bohrtechnik GmbH zum gefragten Spezialisten für Bohrgeräte entwickelt. Auf das Wachstum folgt jetzt eine dringend nötige Erweiterung.

Nordkirchen

, 24.08.2020, 21:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Geotec Bohrtechnik GmbH hat mit der Erweiterung ihrer Produktionsstätte an der Aspastraße begonnen. Am Montag hatten sich die Geschäftsleitung des Nordkirchener Unternehmens mit Bürgermeister Dietmar Bergmann und Wirtschaftsförderer Manuel Lachmann getroffen, um den Baustart mit dem symbolischen ersten Spatenstich zu begehen.

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Wer in den Tagen zuvor an dem Gelände des Fachunternehmens an der Ferdinand-Kortmann-Straße vorbeigefahren ist, hat allerdings bereits gesehen, dass die Tiefbauarbeiten für die neue Halle schon in vollem Gange sind. Bagger und Lkw bewegen im Minutentakt Erde auf und vom Gelände. Und auf der Fläche, wo bereits gearbeitet wird, lässt sich auch schon gut erkennen, welche Dimensionen der Neubau haben wird.

Seit 2008 produziert Geotec an der Aspastraße

Im Gespräch mit der Redaktion erklärt Geschäftsführer Norbert Zumholz (58), warum das Unternehmen dringenden Erweiterungsbedarf hat. Auf einer Fläche von rund 3300 Quadratmetern produziert Geotec seit 2008 an der Aspastraße - mittlerweile sind es insgesamt 17 verschiedene Produkte. Bekannt ist Geotec für die Bohrgeräte Rotomax, die bei Tiefenbohrungen zum Einsatz kommen. „Wir haben angefangen mit 45 Mitarbeitern“, sagt Norbert Zumholz. Die maximale Personalkapazität hatten die Firmengründer damals bei rund 70 Mitarbeitern gesehen. „Mittlerweile arbeiten wir mit 100 Mitarbeitern“, benennt Zumholz einen der Hauptgründe für die Erweiterungspläne.

Um 2200 Quadratmeter will sich die Geotec Bohrtechnik GmbH an ihrem Standort an der Aspastraße vergrößern. Der Tiefbau hat im August begonnen. Bis zum Ende des Jahres soll die Halle fertig sein.

Um 2200 Quadratmeter will sich die Geotec Bohrtechnik GmbH an ihrem Standort an der Aspastraße vergrößern. Der Tiefbau hat im August begonnen. Bis zum Ende des Jahres soll die Halle fertig sein. © Karim Laouari

Das Unternehmen ist in den vergangenen zwölf Jahren immer weiter gewachsen und mit dem Erfolg, den Geotec mit seinen Produkten auf dem Markt erzielt hat, ist auch die Nachfrage gestiegen. In dem 2200 Quadratmeter großen Anbau, der in Richtung Ferdinand-Kortmann-Straße an die bestehende Halle anschließen wird, könnten die Produktionsprozesse ausgebreitet werden, Arbeitsschritte, wie das Schweißen und Lackieren, die mit Emissionen verbunden seien, könnten so ausgelagert werden, nennt Zumholz einen Vorteil der größeren Produktionshalle.

Bürgermeister: Expansion in Nordkirchen für die Gemeinde „nicht selbstverständlich“

Dass sich die Geotec Bohrtechnik GmbH so mehr oder weniger einfach an ihrem Standort vergrößern könne, habe auch mit der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nordkirchen zu tun, sagt Norbert Zumholz in Richtung der Verwaltung.

Die Option, die Produktionsstätte erweitern zu können, habe schon die Verwaltung unter dem damaligen Bürgermeister Friedhard Drebing vor zwölf Jahren ermöglicht, erklärt Bürgermeister Dietmar Bergmann. Für die Gemeinde sei ein familiengeführtes Unternehmen, das wie Geotec im Ort expandieren will, ein Glücksfall und „nicht selbstverständlich“.

Mittlerweile arbeiten bei Geotec rund 100 Mitarbeiter. Die neue Halle soll auch ein Platzproblem lösen.

Mittlerweile arbeiten bei Geotec rund 100 Mitarbeiter. Die neue Halle soll auch ein Platzproblem lösen. © Karim Laouari

Hinzu komme, dass Geotec trotz der anhaltenden Corona-Krise, deren Ende noch lange nicht absehbar ist, seine Erweiterungspläne nicht verworfen habe. Deren Auswirkungen habe das Unternehmen nur wenig gespürt, wie Norbert Zumholz sagt. Außerdem sei die Nachfolge der beiden Geschäftsführer Norbert und Paul (60) Zumholz geregelt, so Bergmann. Mit Frank (30) und Lukas (26) Zumholz steht die nächste Geotec-Generation in den Startlöchern. Das sei ein wichtiges Zukunftssignal dafür, dass das Unternehmen am Standort Nordkirchen Bestand habe, so Bergmann.

Weihnachtsfeier soll schon in der neuen Halle stattfinden

Auch für den Arbeitsmarkt in der Schlossgemeinde ist die Erweiterung des Maschinenbau-Spezialisten eine gute Nachricht. Laut Norbert Zumholz würden mit der Erweiterung perspektivisch auch zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Als erstes muss jetzt aber die neue Halle fertig werden. Das soll noch in diesem Jahr so weit sein, wie Lukas Zumholz ankündigt. Die Geotec-Weihnachtsfeier soll bereits in der neuen Halle stattfinden. Zum Jahreswechsel und im neuen Jahr dann sollen dann unter anderem Teile der Produktion in den neuen Anbau einziehen.

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