Gründerhof in Nordkirchen: Investor kann mit Bau beginnen, Pläne noch einmal geändert

hzGewerbegebiet

Der Weg für den geplanten Gründerhof in Nordkirchen ist frei. Kritik an dem Projekt kam unter anderem von den zukünftigen Nachbarbetrieben. Der Architekt hat die Pläne überarbeitet.

Nordkirchen

, 17.11.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dem Bau des geplanten Gründerhofs im Gewerbegebiet Ermener Straße steht nichts mehr im Wege. Der Gemeinderat hatte in seiner vergangenen Sitzung planerisch und politisch den Weg frei gemacht, damit das Gebäude, in dem unter anderem Neugründer Fuß fassen sollen, gebaut werden kann.

Das großes Werbebanner ist bereits am Eingang des Gewerbegebiets direkt an der Einfahrt von der Lüdinghauser Straße aufgestellt. Es zeigt, wie das zukünftige Gebäude aussehen soll. Etwa 55 Meter soll der Gründerhof nach ersten Plänen in der Länge messen. Er setzt sich zusammen aus einem eingeschossigen Teil und einem dreigeschossigen Teil. Letzterer soll Platz für Büroräume bieten. Die Büros sollen zwischen 11 und 22 Quadratmeter groß werden.

Büros und kleine Gewerbehallen für Handwerker

Zu dem längeren, eingeschossigen Teil gehören neben kleineren Büros auch Hallen, die für Handwerksbetriebe und deren Fahrzeuge genutzt werden können.

Die Gewerbehallen, acht werden es insgesamt sein, sollen jeweils eine Größe von 45 Quadratmeter haben.

Jetzt lesen

„Der Investor kann jetzt bauen“, macht Bürgermeister Dietmar Bergmann auf Anfrage der Redaktion deutlich. Bei seinen Planungen kam der Investor dabei dem Wunsch aus der Nordkirchener Politik nach, die beiden Gebäudeteile voneinander zu trennen, so der Bürgermeister weiter.

Bedenken von benachbartem Frisörbetrieb

Die Lösung, aus einem Gebäude, zwei dicht beieinander stehende Teile zu machen, soll dafür sorgen, dass der Gründerhof weniger massiv wirkt. Eva Frank (58), Inhaberin des benachbarten Frisörsalons „Eva‘s Haarstudio“, hatte den Gebäuderiegel ebenfalls kritisiert.

Gründerhof in Nordkirchen: Investor kann mit Bau beginnen, Pläne noch einmal geändert

Direkt neben Eva Franks Haarstudio an der Lüdinghauser Straße soll ein Gründerhof gebaut werden. Die Friseurin fürchtet dadurch Einbußen für ihr Geschäft. © Karim Laouari (Archiv)

Im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten sagte sie im August dieses Jahres, dass sie fürchte, ihr Salon könnte völlig hinter dem Gründerhof verschwinden. Sie formulierte ihre Bedenken in einem Schreiben, das unter anderem an die Gemeinde ging. Bei dem Brief wollte sie es aber belassen, sagte Frank.

Jetzt lesen

Der Gründerhof ist auf einer rund 1700 Quadratmeter großen Fläche hinter Euronics Dworak geplant. Wo heute der Elektronikmarkt untergebracht ist, war bis vor ein paar Jahren noch ein Autohaus. Die große Pflasterfläche diente als Abstellfläche für Verkaufswagen.

Gemeinde sieht Gründerhof als Chance für Start-ups

Die Gemeinde sieht in dem Gründerhof unter anderem eine Möglichkeit für Start-ups aus dem Digitalcampus, längerfristig in der Schlossgemeinde Fuß zu fassen. Die Büroräume im Digitalcampus sind seit Monaten ausgebucht. In der Ratssitzung sagte Dietmar Bergmann, es gebe bereits laut Investor erste Interessenten für den Gründerhof.

Wann gebaut wird, ist allerdings noch offen. Anfragen dieser Redaktion zum Planungsstand und geplanten Baustart des Projekts ließ der Architekt unbeantwortet.

Lesen Sie jetzt