Haus Westermann in Nordkirchen: Nach langem Warten beginnen die Bauarbeiten

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Los geht es: Am ehemaligen Haus Westermann in Nordkirchen haben die Bauarbeiten für den Neubau des „Haus Mühlenstraße“ begonnen. Das bedeutet auch: Der Schutthügel verschwindet bald.

Nordkirchen

, 19.08.2020, 15:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es tut sich was am ehemaligen Haus Westermann. Endlich - denken sich wahrscheinlich viele Nordkirchener: Der große Schutthügel, den das vor etwa einem Jahr abgerissene Gebäude hinterlassen hat, ist mitten im Ortskern von Nordkirchen an der Ecke Schloßstraße/Mühlenstraße zu einem Hingucker geworden - allerdings nicht unbedingt im positiven Sinne.

Seit der vergangenen Woche laufen die ersten Bauarbeiten und der „Mount Noki“, wie der zuständige Architekt und Investor Thomas Buhl aus Schwerte den Schuttberg im Gespräch mit der Redaktion nennt, wird jetzt nach und nach verschwinden.

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Der sortierte Schutt wird als sogenannter Recycling-Schrott zum Verdichten des Bodens auf dem Gelände verwandt. Buhl schätzt, dass es ungefähr zwei Monate dauern wird, bis das vollbracht ist - danach kann es dann mit den Rohbauarbeiten losgehen.

„Eine kleine Genugtuung“

Deutlich verspätet: Eigentlich hatte der Bau des neuen „Haus Mühlenstraße“ schon im Frühjahr dieses Jahres beginnen sollen. Unter anderem, weil die öffentlichen Fördergelder, die für den Bau beantragt worden waren, noch nicht bewilligt waren. Da das nun aber der Fall sei, konnte Bürgermeister Dietmar Bergmann nach einer entsprechenden Frage im Bauausschuss am Dienstag (18. August) verkünden, dass der Baubeginn stattgefunden habe. Dass seit Montag auch ein Bagger auf der Baustelle im Einsatz ist, nannte Bauamtsleiter Josef Klaas sogar „eine kleine Genugtuung für uns“.

Zuletzt hatte die UWG Zweifel an den Plänen zum ehemaligen Haus Westermann geäußert und die Verzögerungen deutlich kritisiert. Sogar die Rückabwicklung des Vertrags mit Thomas Buhl hatte die Nordkirchener Wählergemeinschaft gefordert. Bereits 2014 hatte Thomas Buhl den Nordkirchenern seine Pläne für Haus Westermann vorstellt. Bis es dann zum Abriss kam, war es Sommer 2019. Dass es jetzt bis zum Start des Neubaus noch mal ein weiteres Jahr gedauert hat, hatte Buhl immer damit erklärt, dass es sich um ein komplexes Gebäude handeln wird.

Wohnungen für Senioren und Menschen mit Behinderung

Im Haus an der Mühlenstraße wird die Caritas der Ankermieter sein. Es sollen Wohnungen für Menschen mit Behinderungen und für Senioren entstehen. Außerdem wird auch die Gemeinde Nordkirchen in den Neubau ziehen: Touristen-Info und Mobilitätszentrale sollen dort untergebracht werden.

„Wir freuen uns jetzt, dass es losgegangen ist“, sagt Thomas Buhl im Gespräch mit der Redaktion. Der Zeitplan sieht vor, dass der Neubau des Haues Mühlenstraße Ende 2021 fertig sein soll.

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